Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Fall Tanja Gräff: Bringt das Handy Aufschluss?
Lokales 23.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Fall Tanja Gräff: Bringt das Handy Aufschluss?

Hinter diesem Haus lag die Leiche von Gräff acht Jahre lang. Bis sie im Unterholz starb, vergingen möglicherweise Tage.

Fall Tanja Gräff: Bringt das Handy Aufschluss?

Hinter diesem Haus lag die Leiche von Gräff acht Jahre lang. Bis sie im Unterholz starb, vergingen möglicherweise Tage.
(FOTO: PIERRE MATGÉ)
Lokales 23.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Fall Tanja Gräff: Bringt das Handy Aufschluss?

Tatort Trier: Die Ermittler hatten gehofft, Rückschlüsse aus der bei der Leiche von Tanja Gräff gefundenen Uhr ziehen zu können. Experten bestätigten jetzt, dass kein genauer Zeitpunkt daraus ermittelt werden kann. Die Ergebnisse aus der Handy-Analyse stehen allerdings noch aus.

(C./dco) -  Tatort Trier: Die Ermittler hatten gehofft, Rückschlüsse aus der bei der Leiche von Tanja Gräff gefundenen Uhr ziehen zu können. Experten bestätigten jetzt, dass kein genauer Zeitpunkt daraus ermittelt werden kann.

Die Uhr wurde mit den sterblichen Überresten am Roten Felsen gefunden und einem Uhren-Gutachter zur Untersuchung eingereicht. Die Fahnder wollten wissen, ob die Uhr möglicherweise durch den Sturz beschädigt wurde und zum Sturzzeitpunkt stehen blieb. Der Gutachter kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass die Uhr zwar beschädigt wurde, das Uhrwerk an sich jedoch funktionsfähig blieb. Aufgrund von Beschädigungen ist die Mechanik jedoch so beeinträchtigt, dass ein Rückschluss auf den Zustand der Uhr unmittelbar nach dem Absturz und somit dessen genauen Zeitpunkt aufgrund der Zeigerstellung unzulässig sei.

Kompliziert bleibt auch die Arbeit am Handy der Toten: Die Untersuchungen zum Handy gestalten sich hingegen weitaus schwieriger. Hiermit ist das Landeskriminalamt beauftragt. Mit einem Ergebnis sei erst in einigen Wochen zu rechnen.

Zeugen werden neu befragt

Zwischenzeitlich prüfen die Ermittler der Soko weiterhin die mehr als 800 alten und einigen neue Spuren und Hinweise. Im Zentrum der Ermittlungen stehen die erneuten Vernehmungen von Zeugen. Deren damalige Aussagen und Erinnerungen werden nun im Lichte des Absturzortes von Tanja Gräff neu betrachtet, die Zeugen wiederholt befragt.

Nach den Untersuchungen am Roten Felsen und der Rekonstruktion der Spur „Schrei an der Kabinenbahn“ warten Polizei und Staatsanwaltschaft noch auf die Ergebnisse der Gutachten des Rechtsmedizinischen Institutes der Universität Mainz und des Phonetischen Institutes der Universität Trier.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema