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Fall Da Mota: Prozess findet am 22. September statt
Lokales 10.07.2020

Fall Da Mota: Prozess findet am 22. September statt

Daniel Da Mota ist seit 2007 Fußballspieler des Luxemburger Nationalteams.

Fall Da Mota: Prozess findet am 22. September statt

Daniel Da Mota ist seit 2007 Fußballspieler des Luxemburger Nationalteams.
Foto: Guy Wolff
Lokales 10.07.2020

Fall Da Mota: Prozess findet am 22. September statt

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Anfang 2019 musste sich Fußballnationalspieler Daniel da Mota wegen mehrerer Vorwürfe vor dem Untersuchungsrichter verantworten. Nun steht fest, wann es zum Prozess kommt.

Im Januar vergangenen Jahres schlug die Nachricht ein wie eine Bombe: Fußballnationalspieler Daniel Da Mota befindet sich in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, den Schwächezustand einer (älteren) Person in betrügerischer Absicht ausgenutzt zu haben - in anderen Worten: Es handelt sich um einen Fall von Abus de faiblesse. 


Daniel Da Mota.
Fußballnationalspieler da Mota in Untersuchungshaft
Seit dem 16. Januar sitzt der Fußballnationalspieler Daniel da Mota in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt in Schrassig. Dem 33-Jährigen wird "Abus de Faiblesse" vorgeworfen.

Nach zwei Wochen in Untersuchungshaft, also am 1. Februar 2019 kam der luxemburgische Fußballspieler unter Auflagen wieder auf freien Fuß. Die Instruktion war LW-Informationen zufolge rund ein Jahr später, also im Januar 2020, bereits abgeschlossen. Fest stand zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, wann und ob es überhaupt zu einem Prozess kommen soll. 

Am gestrigen Donnerstagabend meldete die Luxemburger Tageszeitung "Tageblatt", dass nun doch ein Prozessdatum feststünde. Auf Nachfrage des "Luxemburger Wort" bestätigte Henri Eippers, Pressesprecher der Justiz, am Freitag, dass der Prozess voraussichtlich am 22. September in einer einzigen Sitzung abgehandelt werden soll.

Offizielle Vorwürfe


Ältere Menschen als leichte Opfer – immer wieder versuchen böswillige Menschen, sich an den Schwächen anderer zu bereichern. Die Beweislage in Prozessen bleibt aber schwierig.
Abus de faiblesse: „Besonders hinterhältiger Tatbestand“
Die Schwächsten der Schwachen vor Ausbeutung und Missbrauch schützen: Das war das Ziel eines vor sechs Jahren eingeführten Gesetzes. Doch noch immer gibt es bei der Beweisführung und der Auslegung Differenzen.

Informationen darüber, was genau dem Sportler vorgeworfen wird, gab es in den ersten Monaten von offizieller Seite nicht vieleDie portugiesischsprachige Wochenzeitung „Contacto“ hatte allerdings gleich nach der Bekanntgabe des Falles gemeldet, dass der Spieler die Altersschwäche einer ihm nahestehenden Frau in betrügerischer Weise ausgenutzt haben soll. Ein Geldinstitut soll die Cellule de renseignement financier auf verdächtig hohe Überweisungen auf das Privatkonto von Da Mota hingewiesen haben.

Gegenüber dem "Luxemburger Wort" erklärte Henri Eippers am Freitag, dass der Nationalspieler wegen Abus de faiblesse und Abus de confiance (Vertrauensbruch) angeklagt wird. Ihm wird vorgeworfen, eine ältere Person dazu gebracht zu haben, ihm einen größeren Geldbetrag anzuvertrauen. Bis ein rechtskräftiges Urteil gefällt wird, gilt für Daniel Da Mota weiterhin die Unschuldsvermutung.    


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