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Fahrräder erobern die Hauptstadt
Lokales 21 11.07.2019

Fahrräder erobern die Hauptstadt

Wo sie unterwegs sind, steppt der Bär: Die fröhlichen Klänge und Showeinlagen der niederländischen Blaskapelle Fietsorkest tragen Jahr für Jahr maßgeblich zur guten Stimmung bei der Promenade à vélo bei.

Fahrräder erobern die Hauptstadt

Wo sie unterwegs sind, steppt der Bär: Die fröhlichen Klänge und Showeinlagen der niederländischen Blaskapelle Fietsorkest tragen Jahr für Jahr maßgeblich zur guten Stimmung bei der Promenade à vélo bei.
Foto: Guy Jallay
Lokales 21 11.07.2019

Fahrräder erobern die Hauptstadt

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Am Mittwochabend fand in der Hauptstadt die vierte Auflage der Promenade à vélo statt - mit mehr als 1.000 Teilnehmern.

So schön kann Radfahren sein: Mit vielen Gleichgesinnten, an einem lauen Sommerabend mit Polizeieskorte und Blaskapelle durch die Viertel der Hauptstadt kreuzen. 


Kommentar: Radfahren trifft den Nerv der Zeit
Angesichts des Erfolgs der Promenade à vélo, sollten die Stadtverantwortlichen sich ermutigt fühlen, vielleicht auch noch andere Fahrradveranstaltungen zu organisieren.

Bereits zum vierten Mal hat die Stadt Luxemburg am Mittwochabend die Promenade à vélo organisiert.  Eine Radtour über zehn Kilometer auf abgesicherten Straßen durch das Stadtzentrum, das Bahnhofsviertel, Hollerich, Merl, Belair und Limpertsberg und das unter den fröhlichen Klängen des Fietsorkest – ein niederländisches Blasorchester, das seine Konzerte mit derb-komischen Einlagen auf einem Sechsfach-Tandem-Fahrrad spielt. 

Am Mittwochabend waren deutlich mehr Teilnehmer am Start als noch im Vorjahr. Wie bei der Zielankunft am Knuedler über die Lautsprecheranlage zu vernehmen war, sollen es rund 1.000 gewesen sein - eine Schätzung, welche die Stadtverwaltung am Donnerstag auf Nachfrage bestätigte.

Auch das ist ein klares Zeichen dafür, wie sehr sich die sanfte Mobilität entwickelt, und das trotz immer noch sehr widriger Umstände, in denen sich Radfahrer im Alltag durch die Hauptstadt bewegen müssen. 

Die Veranstalter hatten den Parcours dann auch so gestaltet, dass er – bis auf eine einzige kaum störende Ausnahme – an keiner Baustelle vorbeiführte. Ein Glück, in dessen Genuss Radfahrer in der Hauptstadt an allen anderen Tagen im Jahr nicht kommen. Denn bei der Planung von Baustellen kommen Radfahrer fast immer zu kurz. Bei der Promenade à vélo standen sie nun aber Mittelpunkt.