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Fahrradwegenetz in der Hauptstadt: Flickenteppich mit Gefahren
Lokales 2 Min. 20.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Fahrradwegenetz in der Hauptstadt: Flickenteppich mit Gefahren

Die Zahl der Radfahrer in der Hauptstadt hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen.

Fahrradwegenetz in der Hauptstadt: Flickenteppich mit Gefahren

Die Zahl der Radfahrer in der Hauptstadt hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen.
Foto: Chris Karaba / LW-Archiv
Lokales 2 Min. 20.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Fahrradwegenetz in der Hauptstadt: Flickenteppich mit Gefahren

In einer Stellungnahme fordern Fahrradaktivisten die Hauptstadtverantwortlichen dazu auf, die Verkehrspunkte in der Stadt besser und sicherer zu verbinden.

(str) - Sie sind ansehnlich, die neuen Fahrradinfrastrukturen in der Hauptstadt, das steht außer Frage. Doch der Weg dahin bleibt gefährlich. Deswegen fordern zehn Organisationen und Aktivisten, die sich für Nachhaltigkeit und sanfte Mobilität einsetzen, in einer gemeinsamen Stellungnahme die Hautstadtverantwortlichen zum Handeln auf. Ein Fahrradwegenetz sei schließlich immer nur so stark, wie dessen schwächstes Glied.

Gefahrenpunkte Avenue Marie-Therese und Stadtpark

Insbesondere sind den Unterzeichnern dabei zwei Gefahrenstellen ein Dorn im Auge. Das ist etwa der Fahrradstreifen in der hauptstädtischen Avenue Marie-Therese, der nur durch einen Strich auf der Fahrbahn vom restlichen Verkehr getrennt ist. Um Radfahrern einen sicheren Raum zu gewähren, sei hier eine physische Abtrennung notwendig.


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Ein anderer Gefahrenpunkt betrifft den hauptstädtischen Stadtpark, wo es Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern zu verhindern gelte. Eine Möglichkeit das zu tun, sei die Schaffung eines Fahrradwegs entlang des Stadtparks, auf dem Boulevard Prince Henri – ein Vorschlag, den auch Mobilitätsminister François Bausch bereits ins Gespräch gebracht hatte.

Starkes und innovatives Gesamtkonzept

Die Stadtverantwortlichen werden aufgefordert, ihre Anstrengungen weiterzuführen und zu verstärken, um die Verkehrspunkte in der Hauptstadt zu verknüpfen und fehlende Verbindungen zu ergänzen. Man wünsche sich ein starkes und innovatives Gesamtkonzept für das zukünftige Radfahrnetz.


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Dabei unterlassen es die Unterzeichner der Stellungnahme, darunter auch ProVelo, der Radsportverband und der Meco nicht, den Verantwortlichen Lob für neu geschaffene Infrastrukturen auszusprechen. Mit der Inbetriebnahme der Tram und dem ersten komplett abgetrennten Radweg in Kirchberg im Jahr 2017 sei ein Meilenstein bei der Sicherheit der Radfahrer erreicht worden.

Nicht perfekt, aber besser als zuvor

Weitere Fortschritte seien mit der Schaffung des bidirektionalen Radwegs in der Avenue de la Gare, auf dem Viaduc und unter dem Pont Adolphe gelungen. Diese seien zwar nicht perfekt, würden aber im Vergleich zu lediglich aufgemalten Radwegen die Sicherheit der Radfahrer um vieles verbessern.


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Ein nächster Meilenstein, auf den man sich seit Monaten freue, sei die Eröffnung des neuen Radwegs entlang der Tramstrecke in der Avenue de la Liberté. Denn abgetrennte Radwege seien für die Sicherheit der Radfahrer in der Stadt maßgeblich und dafür sei man den Verantwortlichen dankbar.

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