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Fahrraddiebe haben Hochkonjunktur
Lokales 2 Min. 01.09.2017 Aus unserem online-Archiv
74 Prozent mehr Vorfälle

Fahrraddiebe haben Hochkonjunktur

Wer sein Rad gut sichert, erschwert Dieben die Arbeit.
74 Prozent mehr Vorfälle

Fahrraddiebe haben Hochkonjunktur

Wer sein Rad gut sichert, erschwert Dieben die Arbeit.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 01.09.2017 Aus unserem online-Archiv
74 Prozent mehr Vorfälle

Fahrraddiebe haben Hochkonjunktur

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Luxemburg steigt an. Wurden im ersten Halbjahr 2016 noch 57 Bikes gestohlen, so waren es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 96 Räder.

(SH) - Immer mehr Luxemburger benutzen das Fahrrad nicht nur als Sportgerät, sondern auch als Transportmittel. Diese Entwicklung ist auch an unehrlichen Zeitgenossen nicht vorbeigegangen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 96 Fahrräder gestohlen, dies sind deren 39 mehr als im gleichen Zeitraum im Jahr 2016. Dabei machte sich im Vorjahr bereits ein deutlicher Aufwärtstrend bemerkbar. Waren 2015 „nur“ 126 Fahrräder im Großherzogtum gestohlen worden, so waren es deren ein Jahr später bereits 189.

Zwischen 2006 und 2016 wurden der Polizei unterdessen insgesamt 1 524 Raddiebstähle gemeldet. Dies geht aus einer Antwort des Ministers für Innere Sicherheit, Etienne Schneider, auf eine parlamentarische Frage von Josée Lorsché („Déi Gréng“) hervor.

Code im Rahmen

Um Dieben ihre Taten zu erschweren, bietet die Polizei seit 2006 Radbesitzern die Möglichkeit an, ihr Rad registrieren zu lassen. Hierbei wird ein Code in den Rahmen eingraviert, der es ermöglicht, ein gestohlenes Bike seinem Besitzer zuzuordnen, sobald es gefunden wurde.

Etienne Schneider betont, dass in etwas mehr als zehn Jahren 2 922 Fahrräder auf diese Wei
se registriert wurden. Allerdings könne die Prozedur nicht bei Rädern angewandt werden, die über einen Karbonrahmen verfügen, denn dieser könne durch das Verfahren beschädigt werden.

Statistiken, wie viele Zweiräder dank der Registrierung nach einem Diebstahl wieder an ihren Besitzer übergeben werden konnten, gebe es unterdessen laut Etienne Schneider nicht.

Polizei gibt Rat

Der Minister betont jedoch, dass die Polizei regelmäßig Sensibilisierungskampagnen startet. Auch der Fahrraddiebstahl war bereits Objekt solch einer Kampagne. Die Polizei rät Radbesitzern demnach, ihr Bike möglichst gut zu sichern. Eine solide Verriegelungsvorrichtung könne bereits eine abschreckende Wirkung haben, weil der Täter zum einen Zeit braucht, um die Vorrichtungen zu knacken. Zum anderen lassen sich einige Schlösser zudem nur mit Werkzeugen öffnen, wodurch der Dieb nicht unbemerkt bleibt.

Fahrradbesitzer sollten nur auf zertifizierte Vorrichtungen zurückgreifen. Zudem empfiehlt es sich, das Rad an einen Gegenstand anzubinden, der fest im Boden verankert ist. Ist kein verankerter Gegenstand vor Ort, können auch mehrere Fahrräder aneinander gesichert werden.

Fahrradräume sollten stets abgeschlossen oder überwacht sein. Ist dies nicht der Fall, sollte auch hier ein Schloss zum Einsatz kommen. Gleiches gilt, wenn Fahrräder auf dem Dach oder am Heck eines Wagens transportiert werden.

Fotos und Infos

Wurde das Rad dennoch gestohlen, sollte die Polizei möglichst schnell benachrichtigt werden. Wer nun vorausschauend agiert hat und im Vorfeld Details wie die Rahmennummer, die Farbe, das Modell oder die Marke des Rades niedergeschrieben hat, kann den Beamten die Aufgabe um einiges erleichtern.

Auch Fotos des Bikes können im Falle eines Diebstahls zu einem schnelleren Fahndungserfolg beitragen.


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