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Facettenreiches Großherzogtum
Der Atlas ist Führer und Geschichtsbuch zugleich.

Facettenreiches Großherzogtum

Der Atlas ist Führer und Geschichtsbuch zugleich.
Lokales 15.03.2012

Facettenreiches Großherzogtum

„Der Luxemburg Atlas“ ist das achte Standardwerk einer Atlasserie des deutschen Verlags emons. Am Mittwoch wurde der zweisprachige Atlas mit 95 Beiträgen von 80 Autoren, Luftbildern, Karten und Fotos der Öffentlichkeit vorgestellt.

Von Michèle Gantenbein

„Der Luxemburg Atlas“ ist das achte Standardwerk einer Atlasserie des deutschen Verlags emons. „Der Luxemburg Atlas“ entstand nach dem Vorbild des „Köln Atlas“ auf Initiative der Universität Luxemburg und des Forschungszentrums Ceps/Instead und wurde unterstützt vom „Fonds national de la recherche“. Am Mittwoch wurde der zweisprachige Atlas mit 95 Beiträgen von 80 Autoren, Luftbildern, Karten und Fotos der Öffentlichkeit vorgestellt.

Drei Jahre lang arbeiteten die Herausgeber Patrick Bousch, Tobias Chilla, Philippe Gerber, Olivier Klein, Christian Schulz, Christophe Sohn und Dorothea Wiktorin, allesamt Geografen, an dem Werk. Es umfasst vielfältige Themen aus den Bereichen Geschichte, Stadtentwicklung, Umwelt, Mobilität, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Das Standardwerk beeindruckt sowohl mit fundierten als auch mit ungewöhnlichen Beiträgen, beispielsweise über die luxemburgische Braukultur oder den Tanktourismus. Einzigartig sind die zum Teil in mühevoller Detailarbeit konzipierten Karten, die jeden Beitrag illustrieren, „und für deren Erstellung manchmal lange Recherchen notwendig waren. Viele Karten sind bislang noch nie veröffentlicht worden“, unterstrich Christian Schulz von der Universität Luxemburg.

Der 224 Seiten starke Luxemburg Atlas enthält 95 Beiträge von insgesamt 80 Autoren und ist in fünf Kapitel eingeteilt.

Luxemburg-Stadt im Fokus

Christian Schulz erklärt die Besonderheiten des Atlas: „Die Beiträge decken das gesamte Land ab, jedoch mit Fokus auf die Hauptstadt. Zum anderen ist der Atlas zweisprachig. Eine Hälfte der Beiträge ist in deutscher, die andere in französischer Sprache. Die Autoren konnten ihre Lieblingssprache wählen, teilweise auch die Themen. „Einige Themenbereiche hatten wir im Vorfeld festgelegt und suchten uns den passenden Verfasser dazu“, erklärte Christian Schulz, „andererseits baten wir Autoren um ihre Mitarbeit, ohne ihnen jedoch die Themen vorzugeben.“ Obwohl es sich nicht um einen Schulatlas handle, könne er ohne weiteres in Schulen eingesetzt werden, so Schulz.

Patrick Bousch vom Ceps/Instead fügte ergänzend hinzu, dass es in diesem Atlas nicht um die Vermarktung des Großherzogtums gehe. „Unsere Absicht war, wissenschaftliche Daten und Inhalte einem breiten Publikum auf verständliche Weise zugänglich zu machen. Werbeträchtige Beiträge haben wir abgelehnt.“

„Der Luxemburg Atlas“ ist in allen gängigen Buchhandlungen für 59,80 Euro erhältlich.