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Expo Erster Weltkrieg: Mit goldenen Knöpfen am Mantel in den Dreck
Lokales 1 07.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Expo Erster Weltkrieg: Mit goldenen Knöpfen am Mantel in den Dreck

Die größte Angst der Soldaten bestand darin, beim Tod als Namenloser in einem Massengrab zu enden. Daher schrieben sie ihre Namen auf die unterschiedlichsten Sachen, die sie mitführten. Hier die Trinkflasche des französischen Soldaten Alphonse Mousset der 7ième Section.

Expo Erster Weltkrieg: Mit goldenen Knöpfen am Mantel in den Dreck

Die größte Angst der Soldaten bestand darin, beim Tod als Namenloser in einem Massengrab zu enden. Daher schrieben sie ihre Namen auf die unterschiedlichsten Sachen, die sie mitführten. Hier die Trinkflasche des französischen Soldaten Alphonse Mousset der 7ième Section.
Foto: Anouk Antony
Lokales 1 07.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Expo Erster Weltkrieg: Mit goldenen Knöpfen am Mantel in den Dreck

Für viele ist der Erste Weltkrieg noch immer ein großes Fragezeichen. Das Nationale Militärhistorische Museum hat nun aber auf ihrem Gebiet, dem der Militärwissenschaft, eine sehr interessante Expo zum Ersten Weltkrieg auf die Beine gestellt. Absolut sehenswert!

(mt) - Nicht der politische und soziale Kontext von damals, sondern ausschließlich der militärhistorische steht im Mittelpunkt einer  Ausstellung über Luxemburg und den Ersten Weltkrieg, die das "Musée National d'Histoire Militaire" aus Diekirch ab Samstag und noch bis zum 30. November im Internat Jos Schmit (gleich neben dem Museum) in Diekirch zeigt.

Und auf diesem Gebiet gibt es sehr vieles zu erzählen: Etwa, dass damals Luxemburger in fast allen Armeen als Freiwillige kämpften. Oder dass Ausländer in Luxemburg, die es vor 1914 verpasst hatten die Luxemburger Nationalität anzunehmen, plötzlich Einberufungsbefehle ihrer Landesarmeen bekamen und im Schützengraben gegen Bekannte kämpfen mussten.

In der Expo wird auch gezeigt, wie dieser Krieg erstmals auch medial begleitet wurde, und wie die technische Entwicklung während des Krieges Einfluss auf die Armeen nahm. Mit goldenen Knöpfen am  Lodenmantel waren die Soldaten stolz in den Krieg gezogen und krochen nachher verdreckt und abgestumpft aus einem unheimlichen Gemetzel.

Die Ausstellung ist ohne Zweifel ein Glücksfall für wissenshungrige Luxemburger und unbedingt auch Schulklassen anzuraten. Man sollte sich aber beeilen. Die Expo ist nur bis zum 30. November geöffnet, und das sieben Tage in der Woche von 14 bis 18 Uhr. Morgens nur auf Nachfrage im Museum für Gruppen und Schulklassen. Telefon: 808908.

Die größte Angst der Soldaten bestand darin, beim Tod als Namenloser in einem Massengrab zu enden. Daher schrieben sie ihre Namen auf die unterschiedlichsten Sachen, die sie mitführten. Hier die Trinkflasche des französischen Soldaten Alphonse Mousset der 7ième Section.
Die größte Angst der Soldaten bestand darin, beim Tod als Namenloser in einem Massengrab zu enden. Daher schrieben sie ihre Namen auf die unterschiedlichsten Sachen, die sie mitführten. Hier die Trinkflasche des französischen Soldaten Alphonse Mousset der 7ième Section.
Foto: Anouk Antony



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