Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Explosion in Waldhof: Suche nach Unglücksursache geht weiter
Lokales 13.04.2019

Explosion in Waldhof: Suche nach Unglücksursache geht weiter

Das Unglück ereignete sich am 14. Februar auf dem Gelände des Munitionslagers der Luxemburger Armee. Es dient auch als Stützpunkt für den Kampfmittelräumdienst.

Explosion in Waldhof: Suche nach Unglücksursache geht weiter

Das Unglück ereignete sich am 14. Februar auf dem Gelände des Munitionslagers der Luxemburger Armee. Es dient auch als Stützpunkt für den Kampfmittelräumdienst.
Foto: Guy Jallay / LW-Archiv
Lokales 13.04.2019

Explosion in Waldhof: Suche nach Unglücksursache geht weiter

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Bei einer Detonation im Militärlager in Waldhof starben vor acht Wochen zwei Unteroffiziere - zwei weitere wurden schwer verletzt. Die Unfallursache ist weiterhin unbekannt.

Eine Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg kostete vor acht Wochen zwei Menschen das Leben. Das 48 Kilogramm schwere Geschoss war am 14. Februar auf dem Militärgelände in Waldhof in einer Halle explodiert, als zwei Unteroffiziere des Kampfmittelräumdienstes der Luxemburger Armee die Granate auf einen Abtransport nach Belgien vorbereiteten. Dort sollte der Sprengkörper entsorgt werden.


Gefährliches Arsenal: Der Service de déminage bekommt es mit den verschiedenartigsten Munitionstypen zu tun.
Depot Waldhof: Von der Fliegerbombe bis zum Salutschuss
Über Munitionslager wollen Militärs aus nachvollziehbaren Gründen nicht viele Worte verlieren. Das ist beim diskreten Erscheinungsbild des Depots in Waldhof nicht anders.

Warum der Sprengsatz ohne Zünder an jenem Donnerstag explodierte, ist den letzten offiziellen Informationen zufolge weiterhin Gegenstand von Ermittlungen. Unter anderem sollen die Gutachten von mehreren Experten die Umstände des Unglückes klären.

Möglich ist allerdings, dass der Sprengkörper jahrzehntelang als Blindgänger unter der Erde lag, bevor er vom Service de déminage (Sedal) geborgen wurde. Sprengstoffexperten zufolge könnte das Geschoss durch die Witterungseinflüsse im Laufe der Zeit immer instabiler geworden sein. Unter diesen Bedingungen können auch relativ leichte Erschütterungen zu einer Detonation führen.

Außer Lebensgefahr

In der Halle hatten sich während des Unfalls zwei weitere Unteroffiziere einer anderen Einheit aufgehalten, um Material abzuholen. Auch sie wurden verletzt – einer von ihnen lebensgefährlich. Der Mann überlebte wohl nur, weil eine weitere Person, die die Halle Sekunden zuvor verlassen hatte, erste Hilfe leistete. Der Schwerstverletzte musste notoperiert werden, schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr. Er hat einen langen Genesungsweg vor sich.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Was in Waldhof passiert sein könnte
Zwei Sprengstoffexperten sterben bei einem scheinbaren Routinevorgang im Armeedepot Waldhof. Warum beim Entsorgen von Weltkriegsmunition immer ein Restrisiko bleibt.
Lokales- reportage iwert den déminage vun der Arméi - SEDAL- Service de Déminage de l’Armée Luxembourgeoise, Waffe, Minenräumung, Armée, soldat,  foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
"Diese Nachricht tut extrem weh"
Nach der Explosion in einem Armee-Depot in Waldhof mit zwei Toten drücken Großherzog Henri und die Regierung den Angehörigen ihr Beileid aus. Auch frühere Arbeitskollegen reagieren auf den tragischen Vorfall.
Waldhaff , Militärlager Armee  , Explosion Munition , 2 Tote , 2 Verletzte , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.