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Experten und Leser berichten: Leben mit dem Fuchs
Füchse sind in Luxemburg allgegenwärtig. Das Foto zeigt einen Fuchs, den Familie Altamuro aus ihrem Pool rettete.

Experten und Leser berichten: Leben mit dem Fuchs

Foto: Liliane Altamuro
Füchse sind in Luxemburg allgegenwärtig. Das Foto zeigt einen Fuchs, den Familie Altamuro aus ihrem Pool rettete.
Lokales 3 3 Min. 03.08.2017

Experten und Leser berichten: Leben mit dem Fuchs

Der Fuchs ist in Luxemburg allgegenwärtig. Doch wie lebt man am besten mit dem Tier, das auch gefährliche Krankheiten übertragen kann? Experten geben Auskunft und Leser aus dem ganzen Land erzählen von ihren Erfahrungen mit dem Fuchs.

(müs) - Der Fuchs treibt sich in Luxemburg nicht nur in den Wäldern und auf Feldern, sondern auch in Gärten und Straßen herum. Ob die Fuchspopulation seit dem Jagdverbot 2015 gestiegen ist, lässt sich nicht eindeutig belegen. Fakt ist, dass dieses Thema in Luxemburg viele Menschen beschäftigt, denn das Tier kann den Fuchsbandwurm übertragen. Wir berichteten auf unserer Website von dieser Problematik. Daraufhin haben sich einige Leser gemeldet.

Vorab einige Informationen über den Umgang mit den Tieren:

Was sollen Menschen tun, wenn sie einem Fuchs begegnen?

Der Naturbund rät, erst einmal nichts zu tun. "Wenn das Tier sich aber zu sehr annähert, wird angeraten des zu „vergrämen“, dies kann durch Geräusche oder werfen mit Gegenständen, Sand oder Wasser erfolgen. Unter keinen Umständen sollte man versuchen sich ihm zu nähern, oder es anzulocken."

Wer Füchse dauerhaft von seinem Grundstück fernhalten will, sollte sicherstellen, dass dem Tier keine Nahrungsquellen zur Verfügung stehen, wie z.B. Haustierfutter oder Kompos. Kranke oder tote Tiere müssen beim zuständigen Revierförster gemeldet werden. Weitere Informationen gibt es hier.

Getty Glaesener aus Bereldingen schreibt uns: "Seitdem ich mir dieses Video von unserer Wildkamera angesehen habe, ist mir der Appetit auf frisches Gemüse aus dem eigenen Garten vergangen. Ich ziehe vom Fuchs nicht bepinkeltes Gemüse vor. Die Füchse besuchen unseren Garten regelmäßig."

Leser Luc Kohnen aus Beles hat uns geschrieben: "Ich sehe schon seit zehn Jahren mehrmals im Jahr Füchse auf einer angrenzenden Wiese und sogar regelmässig bei uns im Garten. Es sind seit dem Jagdverbot nicht mehr geworden."   

   Ich sehe schon seit zehn Jahren mehrmals im Jahr Füchse auf einer angrenzenden Wiese und sogar regelmässig bei uns im Garten.  

Auch Serge Spellini aus Zolver bekommt regelmäßig Besuch von einem Fuchs. Das letzte Mal vor vier Tagen gegen 3 Uhr in der Nacht. "Er ist noch nicht ausgewachsen. Ich nehme an, dass er kontrollieren kommt, ob die Mirabellen, die runtergefallen sind, schon schmecken."

Ein anderer Leser hat uns ein Video zugeschickt, das zeigt, wie ein Fuchs in einem Garten steht und scheinbar ohne Angst ganz ruhig frisst.

Leserin Angela Hick aus Helmdingen beobachtet seit dem vergangenen Jahr zwei Graufüchse, die regelmäßig durch ihren Garten streifen. Sie berichtet auch von Nachbarn, die Füchse auf einem angrenzenden Feld, häufig auf der Straße und in Gärten gesehen haben. Zwei Füchse sollen sich sogar dem Kellerfenster des Nachbarn genähert haben.

Der Fuchs fiehl nachts in den Pool der Familie Altamuro.
Der Fuchs fiehl nachts in den Pool der Familie Altamuro.
Foto:Liliane Altamuro

Liliane Altamuro aus Lipperscheid hat regelmässig Füchse zu Besuch in ihrem Garten. Sie genießt die Gesellschaft der Füchse. "Ich fühle mich absolut nicht von den Tieren gestört und bin froh, dass ich diese schönen Tiere aus der Nähe beobachten kann." Gemüse pflanzt sie in Hochbeeten an und Johannisbeeren pflückt sie nur oben an den Sträuchern. Vor einiger Zeit fiel ein Fuchs nachts in den Pool der Familie Altamuro. Sie fischten ihn heraus und kümmerten sich um ihn. Das Bild zeigt das Tier nach seinem Schwimmversuch.

Sorge um die Katze

Angela Hick macht sich nun Sorgen um ihre Katze. "Depuis des années, il restait dehors dans le jardin 24 heures sur 24 du mois de mai à septembre environ." Das sei seit diesem Jahr nicht mehr so. Die Katze wäre unruhig. "Je ne sais si un renard s'attaquerait à un chat", schreibt Hick.

Dr. Romi Roth hat vor wenigen Wochen auf wort.lu zu dieser Frage Stellung bezogen. Laut Roth müssen sich Haustierhalter wie Frau Hick kaum Sorgen machen. Sie schreibt unter anderem: Hunde und Katzen, die Nager erjagen oder tote Feldmäuse fressen, werden vom Fuchsbandwurm wie Endwirte besiedelt. Sie zeigen kaum Krankheitssymptome und wenn, dann gelegentlich Durchfall oder leichtes Unwohlsein. Richtiges und regelmäßiges Entwurmen der Haustiere dürfte für den Menschen die beste Vorbeugung sein. Auch die Naturverwaltung gibt Entwarnung: "Übergriffe auf lebende Haustiere sind selten. Der Fuchs ist genauso eine Gefahr für Hauskatzen wie andere Hauskatzen oder Hunde."

Auch Jean Feyder aus Nospelt hat schon öfter mehrere Füchse hinter seinem Haus gesichtet.

Leser Jo Wissler schreibt: "Seit dem Jagdverbot sieht man immer mehr Füchse auch tagsüber in Vororten und Dörfern." Er hat zwei Fotos gesendet, die unweit von Pommerloch entstanden sind.

Ein Fuchs unweit von Pommerloch.
Ein Fuchs unweit von Pommerloch.
Foto: Jo Wissler


Füchse unweit von Pommerloch.
Füchse unweit von Pommerloch.
Foto: Jo Wissler



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