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Ex-Partnerin vor den Augen der Kinder geschlagen: Zwölf Monate Haft mit Strafaufschub
Lokales 09.02.2018

Ex-Partnerin vor den Augen der Kinder geschlagen: Zwölf Monate Haft mit Strafaufschub

„Im Interesse aller misshandelten Frauen“ hatte das Opfer vor Gericht den symbolischen Euro Schadenersatz gefordert.

Ex-Partnerin vor den Augen der Kinder geschlagen: Zwölf Monate Haft mit Strafaufschub

„Im Interesse aller misshandelten Frauen“ hatte das Opfer vor Gericht den symbolischen Euro Schadenersatz gefordert.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 09.02.2018

Ex-Partnerin vor den Augen der Kinder geschlagen: Zwölf Monate Haft mit Strafaufschub

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Zu zwölf Monaten Gefängnis ist am Donnerstag ein Mann verurteilt worden, der seine Ex-Partnerin mit einem Faustschlag niedergestreckt hatte.

(str) - Zu zwölf Monaten Gefängnis ist am Donnerstag ein Mann verurteilt worden, der seine Ex-Partnerin in Anwesenheit der gemeinsamen Kleinkinder mit einem Faustschlag niedergestreckt hatte.

Da Jean-Marc J. bislang nicht strafrechtlich auffällig war und die Gewalttat vor Gericht zugegeben hatte, hat die Strafkammer den Vollzug der Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt.

Allerdings muss er eine Geldbuße in Höhe von 800 Euro und dem Opfer als Nebenklägerin einen symbolischen Euro Schadenersatz zahlen.

„Ein Ausrutscher“

Der Mann hatte sich im Prozess dadurch ausgezeichnet, dass er erklärt hatte, der Faustschlag sei ein „Ausrutscher“ gewesen. Ihm sei der Kragen geplatzt, weil seine Ex-Frau nicht gleich die Tür geöffnet hatte, als er die gemeinsamen Kinder nach einer Kommunionfeier zurück zur Mutter brachte. Die Frau hatte sich nämlich auf der Terrasse des Hauses befunden und die Klingel zunächst nicht gehört.

Tadel von der Staatsanwaltschaft gab es im Prozess zudem, nachdem der Beschuldigte die Gewalttat zwar zugegeben hatte, dann aber im Interesse der gemeinsamen Kinder um ein mildes Urteil bat. „Es ist schon traurig, dass das das Résumé der Verteidigung ist“, hielt die Anklägerin dem Mann und dessen Anwalt zum Prozessende vor.

Das Opfer war wegen der Gesichtsverletzungen zwei Wochen lang arbeitsunfähig.


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