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Europol-Adventskalender: Gesucht wegen brutalen Raubüberfalls in Senningen
Lokales 15.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Europol-Adventskalender: Gesucht wegen brutalen Raubüberfalls in Senningen

Europol-Adventskalender: Gesucht wegen brutalen Raubüberfalls in Senningen

Lokales 15.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Europol-Adventskalender: Gesucht wegen brutalen Raubüberfalls in Senningen

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Der kriminellste Adventskalender ist jener von Europol: Statt Weihnachtsbildern und Schokolade enthält er Fahndungsfotos. Am Mittwoch stand ein Fall aus Luxemburg im Mittelpunkt.

(str) - Europol hat sich in diesem Jahr einen ganz besonderen Adventskalender einfallen lassen. Jeden Tag öffnet die europäische Strafverfolgungsbehörde ein Türchen, hinter dem sich jeweils einer von Europas meist gesuchten Verbrechern verbirgt. Gestern stand dabei ein außerordentlich brutaler Raubüberfall in Luxemburg im Mittelpunkt.

Gesucht wird Kevin Perstner. Der 26-jährige Franzose soll am 5. Juli 2015 an einem brutalen Überfall auf ein älteres Ehepaar beteiligt gewesen sein. Insgesamt drei Täter hatten das über 80-jährige Paar in ihrem Haus in Senningen überfallen.

Ringe als Beute

Zwei Männer misshandelten die Opfer, während ein Komplize draußen beim Auto Schmiere stand. Einem Bericht des „Républicain Lorrain“ zufolge hatten die Täter es auf drei Ringe im Wert von 750 000 Euro abgesehen. Ihre schwer verletzten Opfer ließen die Räuber zurück.

Kevin Perstner
Kevin Perstner
Foto: Europol

Ende August 2015 konnten zwei Tatverdächtige in der Nähe von Metz (F) dingfest gemacht werden. Ein 39-jähriger Mann wurde während einem Gottesdienst festgenommen, sein 46-jähriger Schwager wenige Tage später auf einem Campingplatz.

Aus der Fahndungsmeldung von Europol geht hervor, dass Kevin Perstner seit Sommer 2016 auf der Flucht ist.

Auch Ezzi und Kiesch auf der Flucht

Erst Anfang Dezember stand ein Mann aus Luxemburg ganz oben auf den Europol-Fahndungslisten: Mohamed Ezzi hatte seine damalige Ehefrau derart misshandelt, dass sie das Augenlicht verlor. Nachdem der 28-jährige Tunesier deswegen zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden war, setzte er sich ab.

Seit zwölf Jahren sucht Europol zudem nach dem wegen Mordes an einer Frau zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilten Luxemburger Jean-Marc Sirichai Kiesch. Der inzwischen 35-Jährige war 2004 nicht von einem Hafturlaub zurückgekehrt und befindet sich seitdem auf der Flucht.


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