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Europaschule statt Gymnasium: Angebot für rund 1400 Schüler in Differdingen
Lokales 11.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Europaschule statt Gymnasium: Angebot für rund 1400 Schüler in Differdingen

Europaschule statt Gymnasium: Angebot für rund 1400 Schüler in Differdingen

Foto: Serge Waldbillig
Lokales 11.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Europaschule statt Gymnasium: Angebot für rund 1400 Schüler in Differdingen

Die Regierung will nun doch kein Gymnasium im herkömmlichen Sinne in Differdingen bauen, dies zu Gunsten einer neuen Europaschule. Minister Meisch erklärt im LW-Interview was nun genau geplant ist.

(L.E.) - Am Montagabend machte die Meldung, die Regierung wolle nun doch kein Gymnasium im herkömmlichen Sinne in Differdingen bauen, die Runde – dies zugunsten einer neuen Europaschule. Minister Meisch erklärt im LW-Interview, was nun genau geplant ist.

Wie Minister Claude Meisch im LW-Interview erklärte, wird sich diese von ihren Pendants in Mamer und Kirchberg darin unterscheiden, dass es sich um eine staatliche Schule handeln wird, die von den zuständigen Instanzen der Europaschulen kontrolliert wird. Sie soll öffentlich sein und den Absolventen ein äquivalentes Diplom zur Europaschule bieten.

Die „klassischen“ Europaschulen waren ursprünglich gedacht, den Bediensteten der EG und später der EU, die im Ausland arbeiteten, vor Ort die Möglichkeit zu bieten, ihrem Nachwuchs eine ihren Bedürfnissen angepasste Bildung zu bieten.

Heutzutage bieten diese Schulen drei Kategorien an. Eine für Kinder von Bediensteten der Europäischen Union und eine für – meist international tätige – Firmen, die sich an den Kosten beteiligen und so den Kindern ihrer Angestellten Zugang zur Europaschule bieten. Die dritte Kategorie sind alle anderen Schüler, die wie an jeder Privatschule unter entsprechender Kostenbeteiligung der Eltern unterrichtet werden.

Die Schule in Differdingen dagegen soll als öffentliche Einrichtung jedem Schüler offen stehen.

Das Angebot: Claude Meisch bestätigt die Meldung des LW, dass es nicht nur eine Sekundarschule, sondern auch ein Grundschulangebot geben wird. Hinzu kommt eine „voie préparatoire“.

Die Sektionen: Es wird zwei Sprachensektionen geben, eine frankophone und eine anglophone. Meisch betont, dass jeder Schüler angehalten wird, auch Luxemburgisch zu lernen. Im Sinne der Integration sei es wichtig, Mehrsprachigkeit zu fördern.

Die Zielgruppe: Meisch betont, dass derzeit 3 000 Schüler aus Luxemburg in Belgien unterrichtet werden. Diese sollen ebenso angesprochen werden wie Kinder des Universitätspersonals oder auch die Kinder anderer Einwohner der Umgebung.

Start 2016

Der Schulbetrieb soll 2016 starten – dies mit je einer frankophonen und anglophonen Klasse im Grundschulangebot, je zwei frankophonen und anglophonen Klassen der Sekundarschule sowie vier „classes préparatoires“. Langfristig sollen hier 1 400 Schüler unterrichtet werden.


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