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Europäische Umweltagentur: 400 Tote jährlich durch Luftverschmutzung
Abgase und Feinstäube schädigen unsere Gesundheit.

Europäische Umweltagentur: 400 Tote jährlich durch Luftverschmutzung

Foto: Guy Jallay
Abgase und Feinstäube schädigen unsere Gesundheit.
Lokales 12.10.2017

Europäische Umweltagentur: 400 Tote jährlich durch Luftverschmutzung

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Feinpartikel, Stickoxide und Ozon verursachen jährlich Hunderttausende von Todesfällen in der EU. Auch in Luxemburg verkürzt die Luftverschmutzung die Lebenserwartung.

(jag) - Rund 400 Menschen sterben jedes Jahr in Luxemburg an den Folgen von Luftverschmutzung. Dies geht aus statistischen Berechnungen des "Air Quality in Europe"-Berichtes der Europäischen Umweltagentur hervor.  Der Bericht enthält eine aktuelle Analyse der Luftqualität und ihrer Auswirkungen, die auf offiziellen Daten von über 2 500 Überwachungsstationen in ganz Europa aus dem Jahr 2015 basiert. Die EUA hat ihren Bericht anlässlich der Europäischen Woche der Regionen und Städte 2017 vorgelegt.

Aus den Daten geht hervor, dass sich die Luftqualität in Europa langsam verbessert, was auf vergangene und laufende politische Strategien und technologische Entwicklungen zurückzuführen ist. Dennoch haben die hohen Schadstoffkonzentrationen in der Luft immer noch erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in Europa, wobei die größte Belastung von Feinpartikeln, Stickstoffdioxid (NO2) und bodennahem Ozon (O3) ausgeht.

Dem Bericht zufolge waren Feinstaubkonzentrationen (PM2,5) 2014 für schätzungsweise 428 000 vorzeitige Todesfälle in 41 europäischen Ländern verantwortlich; rund 399 000 Fälle davon entfielen auf die EU der 28. Die schlechte Luftqualität wirkt sich auch deutlich auf die Wirtschaft aus, indem sie die Kosten für die medizinische Versorgung in die Höhe treibt, die Produktivität der Arbeitnehmer mindert und Boden, Pflanzen, Wäldern, Seen und Flüssen schädigt.

Als Verursacher wurde im aktuellen Bericht neben der Industrie, den Heizungsanlagen und dem Individualverkehr die Landwirtschaft speziell unter die Lupe genommen. Feinstäube, Stockoxide und vor allem Treibhausgase wie Methan und Ammoniak entstehen hier als Neebnprodukt in riesigen Mengen. Die eruropäische  Umweltbehörde sieht heirt aber auch noch sehr großes Potenzial durch den Einsatz von mopdernem technischem Material  beziehungsweise alternatibven Anbaumethoden.     


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