Europäische Kulturhauptstadt 2022: Kayler Bürgermeister unter Beschuss
(L.E.) - „Wir erinnern den Bürgermeister daran, dass wir nicht in einer Diktatur leben“, entzürnt sich die DP Kayl-Tetingen in einer Mitteilung, die am Donnerstag an die Presse verschickt wurde.
Es geht dabei um die LW-Berichterstattung der vergangenen Tage zu einer eventuellen Teilnahme der Gemeinde an der Organisation der Europäischen Kulturhauptstadt 2022 in Esch/Alzette und anderen Südgemeinden.
Am Mittwoch hatte Bürgermeister John Lorent (LSAP) gegenüber dem "Luxemburger Wort" erklärt, der Schöffenrat habe entschieden, dass die Gemeinde Kayl sich nicht am Kulturjahr 2022 beteiligen werde. Daher habe der Schöffenrat die Absichtserklärung, welche die Organisatoren den Südgemeinden unterbreitet hatten, auch nicht auf die Tagesordnung der vergangenen Gemeinderatssitzung gesetzt.
Investitionen der Vergangenheit infrage gestellt
Lorent hatte im Zusammenhang mit dieser Absichtserklärung von einem „Bidule“ gesprochen. Die DP zeigt sich nun erstaunt, dass Kayl die Stadt Esch/Alzette bei ihren Bemühungen zum Erhalt des Austragungsrechtes nicht unterstützt.
Diese Entscheidung stelle unter anderem die Investitionen der vergangenen Jahre in den kommunalen Kulturdienst und das Kulturzentrum Schungfabrik infrage.
Die DP fordert Bürgermeister John Lorent abschließend indirekt dazu auf zurückzutreten. Dies mit den Worten: „Wir bedauern inbrünstig die Art, mir der der Bürgermeister der Gemeinde Kayl handelt und stellen uns ernsthaft die Frage, ob er nicht den Gerüchten Folge leisten muss, nach denen er sowieso noch vor Ende seines Mandates zurücktreten werde“.
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