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EU-Naturwissenschaftsolympiade: Silber und Bronze für Luxemburg
Lokales 14 2 Min. 23.03.2013

EU-Naturwissenschaftsolympiade: Silber und Bronze für Luxemburg

Lokales 14 2 Min. 23.03.2013

EU-Naturwissenschaftsolympiade: Silber und Bronze für Luxemburg

Deutschland A heißt der Gewinner der EU-Naturwissenschaftsolympiade, die in diesem Jahr erstmals in Luxemburg ausgetragen wurde. Gastgeber Luxemburg gewann eine Silber- und eine Bronzemedaille. Bei der Preisverleihung waren am Samstag auch Erbgroßherzog Guillaume, Prinzessin Stéphanie und Premierminister Jean-Claude Juncker mit von der Partie.

(rsd) - Deutschland A heißt der Gewinner der EU-Naturwissenschaftsolympiade, die in diesem Jahr erstmals in Luxemburg ausgetragen wurde. Die Bundesrepublik sahnte überhaupt groß ab bei der elften Auflage der Veranstaltung, denn das deutsche B-Team belegte den zweiten Platz und erhielt dafür ebenfalls Gold. Gastgeber Luxemburg gewann eine Silber- und eine Bronzemedaille. Die Preisverleihung fand am Samstag in Anwesenheit von Erbgroßherzog Guillaume, Erbgroßherzogin Stéphanie, Premierminister Jean-Claude Juncker, Unterrichtsministerin Mady Delvaux-Stehres und zahlreicher weiterer Gäste im hauptstädtischen CercIe-Gebäude statt.

Teilnehmer an der Olympiade waren die besten jungen Forscher aus den Ländern der Europäischen Union, die jünger als 17 Jahre alt sind. Insgesamt beteiligen sich 132 Schüler aus 22 europäischen Ländern an der Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft von Erbgroßherzog Guillaume stand. Begleitet wurden die Teilnehmer von 85 Betreuern.

Mannschaftswettbewerb im Laboratorium

Die europäische Naturwissenschaftsolympiade ist ein Mannschaftswettbewerb. Jedes EU-Land kann zwei Teams mit drei Schülern melden. An der Auflage 2013 beteiligten sich 22 Länder, und zwar Deutschland, Österreich, Belgien, Bulgarien, Zypern, Dänemark, Estland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Gastgeber Luxemburg, die Niederlande, Portugal, die Tschechische Republik, Rumänien, die Slowakei, Slowenien und Schweden. Kroatien, Spanien, Finnland und Malta waren durch einen oder zwei Beobachter vertreten im Hinblick auf die Wissenschaftsolympiade 2014.

Luxemburg nahm mit zwei Mannschaften an der Veranstaltung teil. Die A-Mannschaft setzte sich zusammen aus Gilles Englebert, Paul Mercatoris und Pit Krischler. Das zweite Team bildeten Loïc Beurlet, Thomas Theis und George Wallig.

Die beiden Prüfungen der Veranstaltung fanden in den Laboratorien des Campus Limpertsberg der Universität Luxemburg statt. Seit 2011 war eine wissenschaftliche Jury, die sich aus Forschern der Universität Luxemburg, des Forschungszentrums Gabriel Lippmann, des Wasserwirtschaftsamts und Naturwissenschaftsprofessoren von verschiedenen Lyzeen zusammensetzte, mit der Ausarbeitung der Aufgaben beschäftigt.

Während der Prüfungen arbeiteten die Teilnehmer während vier Stunden im Team, um ein vorgegebenes wissenschaftliches Problem zu lösen. Das Thema war so ausgewählt, dass den drei Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik der gleiche Stellenwert beigemessen wurde.

Dreijährige Vorbereitungen

Das Organisationskomitee der Wissenschaftsolympiade setzte sich aus sechs Mitgliedern zusammen. Es nahm die Vorbereitungsarbeiten 2010 auf. Seine Aufgabe bestand darin, die Prüfungen vorzubereiten, aber auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auszuarbeiten, das es den jungen Teilnehmern erlaubte, Luxemburg und seine Vielfalt zu entdecken. Zur Durchführung des Programms konnten die Veranstalter auf die Unterstützung von 29 ehrenamtlichen Mitarbeitern zurückgreifen.

Die EU-Wissenschaftsolympiade wurde 2001 von Michael A. Cotter von der Universität Dublin ins Leben gerufen. Die erste Auflage fand 2003 in Irland statt. 2004 wurde sie in den Niederlanden, 2005 wieder in Irland und 2006 in Belgien organisiert. Bis 2006 war die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr steigend, bis dahin war Luxemburg aber nie vertreten. 2007 gab es für das Großherzogtum eine Premiere in Deutschland. Bei den folgenden Auflagen in Zypern, Spanien, Schweden, der Tschechischen Republik und Litauen nahm Luxemburg mit jeweils sechs Schüler an der Wissenschaftsolympiade teil.

2014 wird Griechenland Gastgeberland der EU-Naturwissenschaftsolympiade sei.