Wählen Sie Ihre Nachrichten​

EU-Landwirtschaftsminister blockiert
Lokales 19 14.09.2015 Aus unserem online-Archiv
In Kalborn

EU-Landwirtschaftsminister blockiert

Lokales 19 14.09.2015 Aus unserem online-Archiv
In Kalborn

EU-Landwirtschaftsminister blockiert

Am Montag kam es im Norden des Landes zu einer spontanen Protestaktion von aufgebrachten Landwirten. Dabei wurden die EU-Minister in Kalborn "umzingelt".

(TJ) - An und für sich hätte es eine ganz normale Besichtigung sein sollen. Die EU-Agrarminister, die sich am Montag und Dienstag in der Nähe von Clerf zu einem informellen Treffen versammeln, sollten in Kalborn einen Eindruck von der Produktion der "Ourdaller" Produkte erhalten. Doch es sollte anders kommen ...

Während des Besuchs im Norden des Großherzogtums nutzten rund 70 aufgebrachte Landwirte die Gelegenheit des hohen ausländischen Besuchs und setzten die Straße nach Kalborn mit ihren Treckern zu. Sie wollen mit der Protestaktion gegen den Verfall der Erzeugerpreise im Agrarsektor aufmerksam machen. Besonders der Milchpreis ist in den vergangenen Monaten dramatisch gefallen, was viele Bauern in Existenznöte bringt. Ende August hatten die Landwirte bereits in der Hauptstadt ihren Unmut bei einer Demo kundgetan.

Eine Abordnung der Landwirte wurde spontan von den Ministern empfangen und gehört. Am Dienstag tagen die EU-Agrarminister für den politischen Teil des Treffens auf Kirchberg.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Chaos auf der Place de l'Europe
Im Rahmen des EU-Landwirtschaftsministerrats am Montag protestieren unzufriedene Milchbauern am Montag auf Kirchberg gegen den Verfall der Erzeugerpreise.
Vor einem Jahr wurden die Milchquoten abgeschafft
Seit einem Jahr dürfen die Bauern mehr Milch produzieren. Ihre finanzielle Situation hat sich aber auch ein Jahr nach dem Ende der Quoten nicht verbessert – im Gegenteil. Die Krise in der Landwirtschaft wird nämlich von verschiedenen Ursachen befeuert.
Vor einem Jahr wurden die Milchquoten abgeschafft. Die Situation der Milchproduzenten hat sich nicht verbessert, im Gegenteil.
Milchpreise im freien Fall
Am Dienstag kamen die EU-Landwirtschaftsminister in Kirchberg zusammen, um über den Preisverfall bei den Agrarprodukten zu beraten. Die Luxemburger Bauern werden 700.000 Euro erhalten. Das Treffen wurde von massiven Bauernprotesten begleitet.
Vor EU-Agrarministertreffen in Brüssel
Auf dem Weg ins Brüsseler EU-Viertel haben Milchbauern mit ihren Traktoren erhebliche Verkehrsbehinderungen auf belgischen Autobahnen und Nationalstraßen verursacht.
Die Milchbauern protestieren gegen den Preisverfall ihrer Produkte.
Der Milchpreis stürzt ab und bringt Landwirte in Existenznot. Nun sollen bei einem Treffen der EU-Agrarminister neue Maßnahmen her. Doch eine einheitliche Position scheint nicht in Sicht.
Nicht nur in Luxemburg protestierten die Bauern: Am Samstag gab es Proteste vor dem Landwirtschaftsministerium in Madrid.
Im Juli legten sie auf Autobahnen im ganzen Land den Verkehr lahm, nun stürmen Frankreichs Bauern die Hauptstadt: Mit mehr als 1000 Traktoren demonstrieren sie in Paris. Aus ihrer Sicht geht es ums Überleben der Landwirtschaft.
Die französischen Bauern sehen sich in ihrer Existenz bedroht.