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EU-Kommissarin Reding geht - Folgt Juncker oder Schmit?
Die Sitze im Berlaymont werden im kommenden Jahr neu besetzt.

EU-Kommissarin Reding geht - Folgt Juncker oder Schmit?

Foto: Reuters
Die Sitze im Berlaymont werden im kommenden Jahr neu besetzt.
Lokales 05.12.2013

EU-Kommissarin Reding geht - Folgt Juncker oder Schmit?

Im kommenden Jahr wird die EU-Kommission neu besetzt; die Regierungsparteien haben vereinbart, dass den Sozialisten das Vorschlagsrecht für den Reding-Nachfolger zukommt. Dem könnte Jean-Claude Juncker ein Strich durch die Rechnung machen.

(jm) - Es gehört zu den politischen Gepflogenheiten, dass die Regierungsparteien den nationalen Vertreter in der EU-Kommission bestimmen. In der Vergangenheit stammte dieser fast immer aus den Reihen der CSV, seit 1999 ist Luxemburg in Brüssel durch Viviane Reding vertreten.

Der nächste luxemburgische EU-Kommissar soll von den Sozialisten bestimmt werden. Darauf haben sich die Regierungsparteien geeinigt. Aussichtsreicher Kandidat scheint Nicolas Schmit zu sein, auch wenn dieser sich bislang nicht zu dieser Personalie äußern wollte.

Jean-Claude Juncker könnte der Dreierkoalition einen Strich durch die Rechnung machen, indem er sich doch entschließen würde, als EVP-Spitzenkandidat die Europawahlen im kommenden Jahr zu bestreiten. Als Wahlsieger hätte er dann Chancen, José Manuel Barroso zu beerben. Da jedes Land nur einen EU-Kommissar stellt, wäre der Anspruch der Sozialisten hinfällig.

Premier Bettel hat bereits angedeutet, dass er Jean-Claude Juncker bei einer europäischen Karriere unterstützen würde.