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Esch: Weiteres Hochhaus geplant
Lokales 5 2 Min. 22.11.2020

Esch: Weiteres Hochhaus geplant

In etwa so könnte das neue Viertel in Zukunft aus der Luft aussehen. Im Vordergrund ist die A4 zu erkennen. Hinter den geplanten Neubauten befindet sich das Viertel Nonnewisen.

Esch: Weiteres Hochhaus geplant

In etwa so könnte das neue Viertel in Zukunft aus der Luft aussehen. Im Vordergrund ist die A4 zu erkennen. Hinter den geplanten Neubauten befindet sich das Viertel Nonnewisen.
Grafiken: Stadt Esch, Wilmotte, ww+
Lokales 5 2 Min. 22.11.2020

Esch: Weiteres Hochhaus geplant

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
In Esch-Lankelz soll ein neues Wohnviertel samt Wohnturm und Sporthalle enstehen. Dies zwischen der Kontrollstation und der Pénétrante de Lankelz.

Esch wächst. Während kürzlich der Masterplan der Brache Lentille Terres Rouges vorgestellt wurde, steht auch nördlich der Stadt ein größeres Bauprojekt samt Wohnturm in den Startlöchern. Dies am Standort des ehemaligen Schlachthofes und des früheren BMW-Autohauses in Lankelz, an dem erst kürzlich ein Covid-19-Zentrum eingerichtet wurde.

355 Wohnungen geplant

An diesem Standort sollen langfristig 355 Wohnungen sowie eine größere Sporthalle und ein Sportmuseum entstehen. In der Escher Ratssitzung am Freitag gab Schöffe Martin Kox (Déi Gréng) bekannt, dass der Teilbebaungsplan (PAP) „Park Lankelz“, der bereits im Januar 2019 verabschiedet worden war, nun etwas überarbeitet wurde.

An der Anzahl der Wohnungen ändere das nichts. Dafür wurde aber die Position des geplanten Hochhauses etwas verändert. Es werde sich nun zentraler auf dem Areal befinden. Bis zu 19 Stockwerke hoch kann es werden.

Weniger Parkplätze als ursprünglich vorgesehen

Die neuen Pläne sehen etwas weniger Bodenversiegelung vor, so Martin Kox noch. Außerdem wird die Anzahl der Parkplätze von 1 500 auf 1 088 reduziert. Dies angesichts des neuen allgemeinen Bebauungsplans (PAG) der Stadt Esch, der noch in der Prozedur ist und weniger Parkplätze vorschreibt, als der bisherige PAG.

Auf Nachfrage von Line Wies (Déi Lénk) sagte Martin Kox, dass zehn Prozent der geplanten Wohnungen als Sozialwohnungen bestimmt sind. Das sei der Anteil, der gesetzlich vorgesehen sei. Er glaube nicht, dass „mehr herauszuschlagen“ sei. Die Stadt werde diese Wohnungen aufkaufen und sie zur Miete anbieten.

Die Gebäude zwischen der Escher Kontrollstation und der Pénétrante Lankelz werden unter anderem einem Hochhaus und einer Sporthalle weichen.
Die Gebäude zwischen der Escher Kontrollstation und der Pénétrante Lankelz werden unter anderem einem Hochhaus und einer Sporthalle weichen.
Foto: Nicolas

Keine „Passerelle“

Rat Stéphane Biwer (LSAP), dessen erste Ratssitzung es war, fragte nach einer Fußgängerbrücke, die im Gespräch war und die über die Pénétrante de Lankelz Richtung Lallingen führen soll.

Dazu erklärte Bürgermeister Georges Mischo (CSV), dass diese vom Tisch sei. Laut Straßenbauverwaltung wäre die Neigung dieser Brücke zu steil gewesen, sodass sie nicht von Personen mit eingeschränkter Mobilität hätte benutzt werden können. Die Alternative wäre ein größerer Bau mit zwei Aufzügen gewesen. Davon wurde aber abgesehen. Dafür soll ein gesicherter Zebrastreifen eingerichtet werden.

Auch betonte Georges Mischo, dass die Planer in den Gesprächen mit der Straßenbauverwaltung mittlerweile bei der elften Variante angelangt seien, was das dortige Verkehrskonzept anbelange. Langfristig soll auch das Autobahnkreuz zwischen A 4 und A 13, das sich hinter dem Areal befindet, neu gestaltet werden.


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Abrissarbeiten im September 2021

Wie Martin Kox auf Nachfrage erklärte, sollen voraussichtlich im September 2021 die Abrissarbeiten der Gebäude um das ehemalige Schlachthaus in Angriff genommen werden. Ziel des Schöffenrates ist es, dass die Sporthalle, die insbesondere auf Behindertensport ausgerichtet sein wird, vor dem nächsten Wahltermin eröffnen soll. Das wäre 2023.

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