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Esch/Alzette: Zurück im Lycée Hubert Clément
Lokales 21 3 Min. 03.01.2018

Esch/Alzette: Zurück im Lycée Hubert Clément

Esch/Alzette: Zurück im Lycée Hubert Clément

Foto: Anouk Antony
Lokales 21 3 Min. 03.01.2018

Esch/Alzette: Zurück im Lycée Hubert Clément

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Ganz abgeschlossen sind die Renovierungsarbeiten im Gebäudeflügel des Lycée Hubert Clément noch nicht. Doch dies hinderte am Dienstag rund 450 Schüler nicht daran, ihre Klassensäle dort wieder in Besitz zu nehmen.

(na) - Den Weg nach den Weihnachtsferien zurück in die Schulbank zu finden, ist weder für Lehrer noch für Schüler ganz einfach. Anders war dies gestern im Lycée Hubert Clément (LHCE).

Im Escher Gymnasium herrschte ein Flair von Schulanfang. Dies, als rund 450 Schüler im neuen Verbindungsgebäude zwischen den beiden Gebäudeflügeln, dicht aneinander gedrängt, darauf warteten ihre neuen Klassenräume zu entdecken.

Vor den Ferien waren sie noch im Lycée Victor Hugo unterrichtet worden, das sie sich mit der Ecole internationale teilen mussten.

Tafel als Touchscreen

Nachdem um Punkt acht Uhr Vertreter des Schülerkomitees das Bändchen im Erdgeschoss durchgeschnitten hatten, konnten die Schüler ihre neuen Klassensäle erkunden. Diese sind mit modernen Tafeln ausgestattet samt Beamer und Sensoren, die die Tafelfläche bei Bedarf in einen Touchscreen verwandeln. Für Lehrer, die auch mit weniger Hightech auskommen, steht auch immer noch Kreide zur Verfügung, versicherte Direktor Jean Theis.

Voll automatisiert ist die neue Lüftungsanlage. Diese rechnet dank Daten der Wetterstation des Gebäudes, wie lange die Fenster geöffnet werden müssen.

Noch zahlreiche Fertigungsarbeiten zu tun

Nicht verwenden konnten die Schüler dagegen ihre neuen Schließfächer. Dies, weil die Verrieglungen noch nicht montiert wurden. Es gibt eine Reihe von Fertigungsarbeiten, die noch zu tätigen sind. So wurden gestern noch in den Fluren Fußleisten installiert.

Oder wie es Direktor Jean Theis ausdrückte: „Wir können hier unterrichten, auch wenn noch nicht alles ganz abgeschlossen ist“. Er sagte sich aber auch erleichtert, dass die Schüler nun wieder vereint sind. „Wir hoffen jetzt bald sagen zu können, dass alles fertig ist.“

Verschobene Termine

Eigentlich hätten die Renovierungsarbeiten, die im September 2012 begonnen haben, im September 2016 abgeschlossen werden sollen. Nachdem dieser Termin ein erstes Mal auf September 2017 verschoben wurde, wurde noch ein Trimester dran gehängt. So dass die Renovierungsphase sich über fünf Jahre gezogen hat.

Oder wie es der beigeordnete Direktor Denis Reitz ausdrückte: „Nur noch unsere aktuellen Premièreschüler haben das Gebäude in seinem früheren Zustand, damals auf der septième, noch gekannt“.

Neues Zwischengebäude

Erst war der Gebäudeflügel, der aus den fünfziger Jahren stammt („aalt Gebai“), von Grund auf saniert worden, sowie ein neuer Turnsaal und Räumlichkeiten für die Verwaltung gebaut worden. Verantwortlich für die Architektur ist das Büro Pitt Ballini.

Ab Januar 2016 wurde dann der jüngere Gebäudeflügel, aus den Siebzigern stammend („neit Gebai“), renoviert. Gleichzeitig wurde auch das Verbindungsgebäude zwischen beiden Gebäuden fertiggestellt. Dieses erlaubt nun einen Übergang auf allen Stockwerken. Dank Fahrstühlen ist das Lyzeum auch barrierefrei.

Wo sich derzeit im Hinterhof noch einige Baubuden befinden, wird noch ein synthetisches Außensportfeld entstehen. Auch im Keller des Lyzeums stehen noch Arbeiten an.

Schülerzahl wieder angestiegen

Doch ließen sich die Schüler gestern davon nicht abschrecken. Im Gegenteil, eine Klasse von Septième-Schülern packte bereitwillig eine Hand mit an, um noch das letzte Material in den erneuerten Musiksaal zu bringen.

Nachdem die Schülerzahl während den ersten Jahren der Renovierungsphase zum Teil stark rückläufig war, hat sie in den vergangenen drei Jahren wieder zugenommen, so Jean Theis noch.

Dieser Trend, der den Umbauarbeiten trotzte, führt er auf die „gute Arbeit und das attraktive Angebot“ des Lyzeums zurück. So dass derzeit 887 Schüler das Lycée Hubert Clément besuchen. Die maximale Kapazität von 950 Schülern ist demnach bereits wieder in Reichweite. Entsprechend gespannt zeigt sich Jean Theis auf den nächsten Schulanfang. Diesmal aber der richtige, im September.


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