Esch/Alzette: Vier Baumhäuser auf dem Galgenberg
(na) - „Tim Burton“, „Harry Potter“ oder „Bettemburger Märchenpark“, waren einige der Stichwörter die gestern fielen, als die Modelle der Baumhäuser enthüllt wurden, die auf dem Galgenberg entstehen sollen.
Die Holzstrukturen sind alles andere als viereckige Holzkisten. Im Gegenteil, sie sind liebevoll designte Modelle, die aus der Hand eines verrückten Handwerkers stammen könnten.
„Große, verrückte Dinge aus Holz"
„Große, verrückte Dinge aus Holz zu bauen“ lautet passend dazu der Anspruch der Firma „Kulturinsel“, die für den Auftrag zurückbehalten wurde. Ihr Leiter, Jürgen Bergmann, wohnt übrigens selbst in einem Baumhaus.
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Auf Pfählen aufgebaut
„Es sind Baumhäuser, aber sie werden nicht in Baumkronen errichtet“, erklärte die Escher Bürgermeisterin Vera Spautz und betonte, dass kein Lift geplant sei. Anstelle werden die in etwa vier Metern Höhe gebauten Konstruktionen auf Pfählen stehen und durch Holzstege erreichbar sein.
Ein Baumhauscafé
Für das Projekt am Escher Galgenberg sind drei Übernachtungshäuser und ein Baumhauscafé vorgesehen, so Schöffe Martin Kox. Dank einem Holzsteg soll das Baumhauscafé und wenigstens eines der Baumhäuser auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität erreichbar sein.
„Die Natur wieder mystifizieren“
Die Kapazität der Baumhäuser, mit Duschen und Toiletten ausgestattet, beträgt vier, respektiv sechs Personen. Auch Balkons sind vorgesehen. Es gelte „die Natur wieder zu mystifizieren“, so Bergmann, der von „Erlebnisübernachtung“ sprach. Dank dem Tierpark eigne sich der Galgenberg dazu hervorragend.
Ein Vogelhaus unter dem Baumhauscafé
So ist unter dem großen Baumhauscafé ein begehbares Sittichvogelhaus vorgesehen, erklärte Anne Meyers, Verantwortliche des Escher Tierparks. Auch ist angedacht, dass Tiere unterhalb der Baumhäuser in einem großen Gehege gehalten werden könnten.
Zur Bauzeit stellte Jürgen Bergmann klar, dass die Baumhäuser wohl nicht zum Sommer 2017 fertiggestellt werden könnten, sondern eher mit einer Lieferung im Herbst gerechnet werden sollte.
Übernachtungspreis wohl
über 200 Euro
Auch erklärte er, dass der Preis einer Übernachtung zwischen 200 und 300 Euro liegen könnte. Es solle aber nicht davon ausgegangen werden, dass die Baumhäuser 14 Tage am Stück gemietet werden: „Dann werden sie schnell eng und unbequem“. Sondern es sei eher für ein, zwei Nächte oder ein Wochenende geeignet.
Kosten von zwei Millionen Euro
Den Betrieb übernehmen wird der „groupe de pilotage“ der nun seit einem Jahr den Campingplatz leitet und aus dem CIGL, der Gemeinde und dem „Camping Caravanning Club Esch“ besteht.
Die Kosten des Projektes liegen bei rund zwei Millionen Euro, so Martin Kox, wovon etwas weniger als die Hälfte vom Tourismusministerium subventioniert werden. Das zeige, dass das Ministerium an das Konzept glaube, so Vera Spautz noch.
