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Esch/Alzette: Neuer Schulraum für Esch/Alzette
So oder ähnlich soll die neue Schule „A Kleppen“ später aussehen. Sie wird etwa 60 Meter lang und 16 Meter breit.

Esch/Alzette: Neuer Schulraum für Esch/Alzette

Grafik: Stadtverwaltung Esch/Alzette
So oder ähnlich soll die neue Schule „A Kleppen“ später aussehen. Sie wird etwa 60 Meter lang und 16 Meter breit.
Lokales 2 Min. 31.01.2018

Esch/Alzette: Neuer Schulraum für Esch/Alzette

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Zum kommenden Schulanfang soll Esch/Alzette eine Schule samt Maison relais mehr zählen. Diese ist entlang der Rue d'Ehlerange geplant und wird etwa 150 Schülern Platz bieten. Doch das Timing ist eng. Baubeginn ist nächste Woche.

(na) - Noch deutet nichts auf dem Gelände entlang der Rue d'Ehlerange, dort, wo die „Dipbach“ unter der Straße durch läuft, darauf hin, dass hier bald etwa 150 Kinder in Schulbänken sitzen werden.

Doch wie am Montagabend auf einer Informationsversammlung erklärt wurde, soll hier der Bau einer neuen Schule samt Maison relais nächste Woche beginnen. Da er in Fertigbauweise aus Holz errichtet wird, sei die Bauzeit relativ kurz, erklärte Marc Lukas, Architekt bei der Escher Stadtverwaltung.

Platz für 150 Schüler

Die Farbe der Fassade steht noch nicht fest.
Die Farbe der Fassade steht noch nicht fest.
Grafik: Stadtverwaltung Esch/Alzette

So versicherte Schöffe Martin Kox (Déi Gréng), dass das Gebäude den Betrieb zum Schulanfang im September 2018 aufnehmen werde. Die Maison relais wird voraussichtlich so viele Plätze bieten, wie Schüler in der Schule eingeschrieben sind.

So wurden neben den neun Klassensälen, die sich auf drei Ebenen verteilen, auch Räumlichkeiten vorgesehen wie eine Bibliothek, eine „Salle d'action“, interaktive Säle oder noch ein Ruhesaal. Auch eine Küche und ein großer Essraum sind geplant.

Das Gebäude wird nicht direkt an die Rue d'Ehlerange angebaut. Dort werden ein paar Kurzzeitparkplätze geschaffen sowie eine Haltestelle für den Schulbus.

„Nonnewisen“- und „Brouch“-Schulen werden entlastet

In den Genuss der neuen Struktur werden Kinder kommen, die derzeit die Schulgebäude „Nonnewisen“ und „Brouch“ besuchen. Ihre Eltern wurden bereits angeschrieben. Betroffen sind unter anderem die Viertel Raemerich und Belval sowie umliegende Straßen.

Wenn Eltern aber wünschten, dass ihre Kinder weiter ihre aktuelle Schule besuchen, könne die Stadt diesem Wunsch nachkommen, hieß es während der Informationsversammlung.

Schöffe Martin Kox erklärte noch, dass Verhandlungen mit dem neuen Besitzer der Mercedes-Garage aufgenommen werden, um einen Fußgängerweg zu errichten, der von der Route de Belvaux aus zur Schule führen wird.

Jean Tonnar: Und die Fledermäuse?

Eine grüne Schneise von zehn Meter wird zwischen der „Dipbach“ und der neuen Schule bestehen bleiben.
Eine grüne Schneise von zehn Meter wird zwischen der „Dipbach“ und der neuen Schule bestehen bleiben.
Foto: Nicolas Anen

Das Schulgebäude war bereits von der vorigen Mehrheit geplant worden und sollte eigentlich schon geöffnet haben. Doch hatte sich die Natur ihre Rechte auf den jahrelang brach liegenden Geländen zwischen der Rue d'Ehlerange und der Route de Belvaux zurückgenommen.

So ließ es sich der frühere Schulschöffe, Jean Tonnar (LSAP), nicht nehmen nachzufragen, wie denn jetzt die Fledermäuse dort verkehren sollen. Wegen dem Schutz dieser Tiere war es zuletzt zur Verzögerung des Projektes gekommen.

Wie Martin Kox erklärte, gelang es ihm einen Kompromiss mit dem Staatssekretär im Nachhaltigkeitsministerium, Camille Gira, zu finden. Die Schule wird näher an der Rue d'Ehlerange gebaut als auf den ursprünglichen Plänen vorgesehen.

"Dipbach" als grüne Schneise

Geeinigt wurde sich auch darauf, der Natur über der „Dipbach“ eine zehn Meter breite Schneise zu erhalten. Einerseits um später den Bachlauf, der heute in einem Betonbett fließt, renaturieren zu können. Und anderseits als Flugschneise für die Fledermäuse. Laut Martin Kox ist langfristig die Renaturierung der „Dipbach“ auf seiner ganzen Länge vorgesehen. Dies würde eine grüne Schneise in Esch bilden, von Belval bis zu seiner Mündung in die Alzette bei Lallingen.


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