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Esch/Alzette: Neue Straßen für Brillviertel
Lokales 21.10.2016

Esch/Alzette: Neue Straßen für Brillviertel

Gelb eingezeichnet ist die Fußgängerzone, orange eingetragen sind die Begegnungszonen (Tempo 20) und blau die Tempo-30-Straßen.

Esch/Alzette: Neue Straßen für Brillviertel

Gelb eingezeichnet ist die Fußgängerzone, orange eingetragen sind die Begegnungszonen (Tempo 20) und blau die Tempo-30-Straßen.
Grafik: Escher Stadtverwaltung/Luxconsult
Lokales 21.10.2016

Esch/Alzette: Neue Straßen für Brillviertel

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Im Brillviertel muss sich auf Baustellen eingestellt werden. Alle nicht rezent instand gesetzte Straßen werden erneuert, während Autofahrer die Alzettestraße nicht mehr kreuzen werden dürfen.

(na) - Im Rahmen der Seilbahndiskussion wurde in sozialen Medien oft der Vorwurf laut, die Stadt solle sich lieber erst einmal um den Zustand ihrer Straßen kümmern.

Als folge er diesem Aufruf, stellte der Escher Schöffe Henri Hinterscheid (LSAP) gestern während der Gemeinderatssitzung einen umfangreichen Plan für die Erneuerung der Straßen des Brillviertels vor.

Fast alle Straßen betroffen

Nicht der Belag, sondern auch die unterirdischen Infrastrukturen sind in vielen Straßen in schlechtem Zustand.
Nicht der Belag, sondern auch die unterirdischen Infrastrukturen sind in vielen Straßen in schlechtem Zustand.
Foto: Lex Kleren

Mit Ausnahme einiger unlängst erneuter Straßen, wie der Rue Louis Pasteur, sollen alle Straßen des Brillviertels neu instand gesetzt werden.

Es handelt sich um Arbeiten die sich nicht nur wegen des Zustands des Belags aufdrängen, sondern vor allem wegen zum Teil maroder unterirdischer Infrastrukturen, erklärte Henri Hinterscheid. So sei zum Beispiel die Kanalisation der Rue Zenon Bernard bereits 80 Jahre alt.

Hier sollen dann auch die Arbeiten gegen Ende 2017 beginnen. Gleichzeitig soll auch die Erneuerung der Brillstraße in Angriff genommen werden.

Nur mehr Tempo 30 und Shared Space

Begegnungszonen, wie hier in der Rue Louis Pasteur sind viele geplant.
Begegnungszonen, wie hier in der Rue Louis Pasteur sind viele geplant.
Foto: Lex Kleren

Alle Straßen sollen teils durch ein Tempo-30-Limit, teils indem sie zu Begebungszonen (mit Tempo-20-Limit) umgebaut werden, verkehrsberuhigt werden.

Die Fußgängerzone wird ihrerseits erweitert, indem sie bis in Teile der Perpendikulären Straßen zur Rue de l'Alzette reichen wird. Ähnlich wie das heute schon der Fall für die Avenue de la Gare ist.

Kein Durchgang durch die Alzettestraße für Autos mehr

Gelb eingezeichnet ist die Fußgängerzone, orange eingetragen sind die Begegnungszonen (Tempo 20) und blau die Tempo-30-Straßen.
Gelb eingezeichnet ist die Fußgängerzone, orange eingetragen sind die Begegnungszonen (Tempo 20) und blau die Tempo-30-Straßen.
Grafik: Escher Stadtverwaltung/Luxconsult

Dadurch ergibt sich, dass Autofahrer (mit Ausnahme von Anrainern) nicht bis zur Rue de l'Alzette dürfen und diese folglich auch nicht mehr kreuzen dürfen.

So muss der Durchgangsverkehr, der aus Richtung Kanalstraße zum Bahnhof will, in Zukunft das Viertel umfahren, dies über den Boulevard Prince Henri und den Boulevard J.-F. Kennedy. Parkplätze sollen in den Straßen erhalten bleiben.

Mit diesem Projekt sei ein Achtel von Esch betroffen, gab Rat André Zwally (CSV) zu bedenken. Rätin Taina Bofferding (LSAP) legte dem Schöffenrat ans Herz, die Einwohner in das Projekt einzubinden, was Bürgermeisterin Vera Spautz (LSAP) und Henri Hinterscheid versicherten.

Von 2017 bis 2023

Die Arbeiten werden in acht Phasen organisiert, die sich von Ende 2017 bis Anfang 2023 ziehen werden. Laut einer Studie soll die Erneuerung der unterirdischen Infrastrukturen in diesen Straßen 14,2 Millionen Euro kosten. Nicht inbegriffen ist das urbane Mobiliar. Der Gemeinderat hat dieses Rahmenprogramm gestern einstimmig angenommen.


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