Esch/Alzette

Energie aus der Strasse

Ab Ende 2017 sollen u.a. als Reaktion auf die Diskussion um die „Rives du Brill“, mehrere Strassen im Zentrum erneuert werden.
Ab Ende 2017 sollen u.a. als Reaktion auf die Diskussion um die „Rives du Brill“, mehrere Strassen im Zentrum erneuert werden.
Foto: Lex Kleren

(L.E.) - Eine Alzettestraße, deren Pflaster die Energie der Fußgänger aufnimmt und für die Straßenbeleuchtung nutzt, oder eine Avenue de la Gare, deren Belag aus Solarzellen Energie in das öffentliche Netz einspeist. So könnte sich die kürzlich gegründete „Fräi Ökologesch Demokratesch Partei“ (FÖDP) das Escher Straßenbild in Zukunft vorstellen.

In einem offenen Brief an Bürgermeisterin Vera Spautz (LSAP) stellt die FÖDP beide Ideen vor und gibt an, sich auf eine diesbezügliche Diskussion mit dem Schöffenrat zu freuen.

Bei der ersten Idee geht es um die sogenannte „Smart Floor Technology“ beziehungsweise einen „Watway“. Dabei wird menschliche Bewegung in elektrische Energie umgewandelt.

Neue Partei sieht Sparpotenzial

Die Partei rechnet im Brief vor, dass bei Tausenden Fußgängern täglich, am Brillplatz und in den beiden bereits genannten Strassen, die Stadt eine beträchtliche Geldsumme für Elektrizitätskosten sparen könnte. Die Technologie werde bereits erfolgreich, zum Beispiel beim „Louvre“ in Paris eingesetzt, so Parteipräsident Ronald Mordiconi am Freitag im „LW“-Gespräch.

Die zweite Idee betrifft Solarzellen im Straßenbelag. „Derzeit wird in Frankreich solch ein Pilotprojekt umgesetzt“, so Mordiconi. Auf die Frage ob dies nicht zu Sicherheitsproblemen führen könnte, erklärt er, es gebe bereits verschiedenartige Solarzellen, die wie Folien aufgetragen werden können. Nicht alle seien glatt und erste Tests seien zufriedenstellend verlaufen.

Da ab Ende 2017 Straßenarbeiten im Zentrum von Esch – unter anderem in der Brillstraße – anstehen, darf gespannt auf die Reaktion des Schöffenrates gewartet werden.

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