Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Esch/Alzette: Die Baumhäuser vom Galgenberg
Am Mittwoch wurden Bauteile des „Baumhauscafé“ entladen. Nächste Woche werden sie auf Holzstelzen errichtet.

Esch/Alzette: Die Baumhäuser vom Galgenberg

Foto: Anne Meyers
Am Mittwoch wurden Bauteile des „Baumhauscafé“ entladen. Nächste Woche werden sie auf Holzstelzen errichtet.
Lokales 2 Min. 28.06.2017

Esch/Alzette: Die Baumhäuser vom Galgenberg

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
In einem Baumhaus übernachten? In Zukunft wird dies am Escher Galgenberg möglich sein. Der Bau des ersten Baumhauses beim Tierpark hat begonnen.

Wer bereits den Escher Galgenberg zu Fuß empor gelaufen ist, weiß, dass der Anstieg es in sich hat. Diese Erfahrung mussten am Mittwoch auch die Fahrer der Lastwagen machen, die Baumodule des ersten der vier dort geplanten Baumhäuser lieferten.

Doch ließen die Lastwagenfahrer sich nicht davon beeindrucken. Genauso wenig wie von einem Lieferwagen, der beim Eingang des Campingplatzes im Weg stand und abgeschleppt werden musste.

Der Kran stand im leeren Ziegengehege.
Der Kran stand im leeren Ziegengehege.
Foto: Guy Jallay

So konnten schließlich die 7,5 Tonnen schweren Bauelemente am frühen Nachmittag im Bereich des Tierparks entladen werden. Dafür kam ein Kran zum Einsatz, der im leeren Ziegengehege aufgestellt worden war.

Um ein Einsinken der Fahrzeuge im matschigen Boden zu verhindern, war kurzerhand ein Sandweg errichtet worden, der durch das Gehege des Rotwilds führte.

Die Baumhäuser werden auf Holzstelzen errichtet.
Die Baumhäuser werden auf Holzstelzen errichtet.
Foto: Guy Jallay

Tiere ziehen um

„Die Ziegen befinden sich ein Gehege weiter, dort wo normalerweise die Schafe sind. Diese sind derzeit im Bauernhof untergebracht. Und das Rotwild wurde beim Damwild untergebracht“, verdeutlicht Tierparkleiterin Anne Meyers den Aufwand, den diese ungewöhnliche Lieferung für den Park bedeutete.

Doch auch die Käfige mit den Geflügeltieren sind derzeit leer. Wegen der Vogelgrippe müssen die ebenfalls im Bauernhof hausen, erklärt sie. „Es ist ja immer so, dass alles zusammen kommt“, sagt sie mit einem Lächeln.

„Sicherlich stellen die Arbeiten im Park einen Stress für die Tiere dar, doch sind sie derzeit alle gesund und scheinen gut damit umzugehen. Bei den Murmeltieren hat es sogar während der Bauarbeiten Jungtiere gegeben.“

Ein "Baumhauscafé"

So soll das Baumhauscafé später aussehen.
So soll das Baumhauscafé später aussehen.
Foto: Lex Kleren

Denn bereits seit Wochen wird im Tierpark gearbeitet. Dies um später die Baumhäuser an die Versorgungsnetze anschließen zu können. Ab  Montag soll dann die Montage des ersten Baumhauses, dem „Baumhauscafé“, beginnen.

Dieses wird auf Holzstelzen errichtet, dort wo sich aktuell das Gehege der Ziegen befindet. Unterhalb des Baumhauses entsteht ein Bereich für Flügeltiere. Das Baumhaus wird barrierefrei durch einen Holzsteg zu erreichen sein.

So werden die übrigen Baumhäuser aussehen.
So werden die übrigen Baumhäuser aussehen.
Foto: Lex Kleren

Keine wilden Partys

In der ersten Woche im Juli sollen die vorgefertigten Module auf den Holzstelzen installiert werden, erklärt Anne Meyers weiter. „Es wird kein Café, wo bis spät in die Nacht gefeiert werden kann“, stellt sie klar. Sondern es wird auch eine Informationsstelle für das Freizeitgebiet Galgenberg sein.

Provisorischer Tierparkeingang

Derzeit befindet sich der Eingang gegenüber der "Buvette" des Campingplatzes.
Derzeit befindet sich der Eingang gegenüber der "Buvette" des Campingplatzes.
Foto: Guy Jallay

Während der Bauzeit bleibt ein Teil des Parks abgesperrt. So befindet sich der Eingang derzeit im Wald, gegenüber der „Buvette“ des Campingplatzes. Die Montage der drei weiteren Baumhäuser, in denen übernachtet werden kann, soll Anfang September in Angriff genommen werden.

Wie beim „Baumhauscafé“ werden die Module vorgefertigt geliefert. Bis Ende Oktober sollen alle vier Baumhäuser stehen.

Für wann die erste Übernachtung getätigt werden kann, ist noch nicht bekannt.
Für wann die erste Übernachtung getätigt werden kann, ist noch nicht bekannt.
Foto: Guy Jallay

Für wann die erste Übernachtung getätigt werden kann, sei aber schwer vorauszusagen, so Schöffe Martin Kox. „Der Betreiber muss noch ermittelt werden“, erklärt er. Dafür werde es eine Ausschreibung geben.

Für Ende 2017?

Es sei aber nicht auszuschließen, dass die ersten Kunden noch 2017 in einem Baumhaus übernachten könnten, so Kox.

„Wir werden hier nicht nur eine Übernachtung, sondern eine Geschichte anbieten“, unterstreicht Anne Meyers.

Vorstellbar sei, dass Gäste zum Beispiel am Morgen helfen würden, die Esel zu füttern.

Letztere dürften sich zu dem Zeitpunkt nicht nur über das Futter, sondern auch über die wieder eingekehrte Ruhe im Tierpark freuen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema