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89 Einsätze für CGDIS nach Tief „Hendrik II“
Lokales 2 Min. 21.10.2021
Alerte Orange in Luxemburg

89 Einsätze für CGDIS nach Tief „Hendrik II“

Viele Straßen sind wegen umgefallener Bäume unpassierbar.
Alerte Orange in Luxemburg

89 Einsätze für CGDIS nach Tief „Hendrik II“

Viele Straßen sind wegen umgefallener Bäume unpassierbar.
Foto: dpa
Lokales 2 Min. 21.10.2021
Alerte Orange in Luxemburg

89 Einsätze für CGDIS nach Tief „Hendrik II“

Gesperrte Straßen, Bahnlinien ausgefallen: Am Donnerstag kam es in Luxemburg wegen starken Sturmböen zu etlichen Störungen.

(jwi/dat/dpa) - Für den nationalen Rettungsdienst gab es am Donnerstag zwischen 2 Uhr und 8.30 Uhr insgesamt 89 Einsätze. In 81 Fällen mussten Straßen von umgestürzten Bäumen befreit werden, schreibt der CGDIS in seinem Bericht. 


Shopping Center Cloche d’Or - Placken déi roffaalen
Wieder lösen sich Dachstücke am Einkaufszentrum
Starke Windböen führten am Einkaufszentrum Cloche d'Or zu einer gefährlichen Situation – ein Teil des Daches löste sich.

Auch die Fassade des Einkaufszentrums Cloche d'Or war vom Sturm betroffen. Wiedereinmal lösten sich wegen den heftigen Sturmböen schwere Dachelemente aus der Verankerung.

Der staatliche Wetterdienst Meteolux hatte für Donnerstagmorgen eine Alerte Orange herausgegeben: Es wurden starke Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 100 Stundenkilometern gemeldet. Das Wetter hat sich mittlerweile wieder beruhigt, anders als die Lage auf den Straßen. 

Bahnlinie Luxemburg-Thionville (Linie 90):

Wegen eines technischen Problems bei der französischen SNCF verkehrten zwischen 8 Uhr und 12 Uhr keine Züge mehr zwischen Luxemburg und Thionville. Die CFL hatte einen Buspendeldienst eingerichtet. Um 12 Uhr nahm die Bahn den Betrieb wieder auf, so die nationale Eisenbahngesellschaft.

Auch Grenzregion war betroffen

Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, herrenlose Mülltonnen und umgefallene Verkehrsschilder - „Feuerwehr und Straßenmeisterei hatten alle Hände voll zu tun“, sagte ein Sprecher der Polizei in Trier am Donnerstagmorgen. Allein in seinem Präsidium habe es aufgrund des Sturms in den vergangenen Stunden 65 Einsätze gegeben. Meist sei nur ein kleiner Sachschaden entstanden. In Rheinland-Pfalz kam es wegen Ästen, Bäumen oder Mülltonnen auf der Straße zu mehreren Verkehrsunfällen. Menschen wurden nach Angaben verschiedener Polizeistellen dabei nicht verletzt.  

Ein Güterzug kollidierte in der Nacht zu Donnerstag in Bad Godesberg mit einem Ast, der Fernverkehr Köln-Koblenz war am Morgen beeinträchtigt. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte, war der Ast sturmbedingt linksrheinisch auf das Gleis gestürzt. Fernzüge zwischen Köln und Koblenz wurden seit den frühen Morgenstunden umgeleitet und hatten Verspätungen zwischen 20 und 90 Minuten. Der Schaden konnte noch am Morgen behoben werden.

Bei Lebach im Saarland stürzte ein Baum in eine Oberleitung und bremste die Saarbahnlinie S1 aus. Ein Ersatzverkehr sei eingerichtet, teilte die Saarbahn GmbH am Morgen mit.

In Frankreich haben die heftigen Sturmböen im Verkehr und bei der Stromversorgung verursacht. Etwa 250.000 Haushalte seien ohne Strom, schrieb Netzbetreiber Enedis auf Twitter. So waren allein in der Normandie demnach 80.000 Haushalte betroffen.

Im Norden und Nordwesten des Landes kam es teils zu massiven Zugausfällen. Auch in der Region um Paris herum war der Verkehr eingeschränkt. Die Sturmböen waren laut Météo France mit bis zu 175 Kilometern pro Stunde über das Land gezogen. Am Morgen galt noch für drei Départements im Nordosten die Warnstufe Orange.

Bei Unwetter ist Vorsicht geboten

Meteolux gibt auf seiner Internetseite Ratschläge für das Verhalten während eines Sturms:

  • Geschwindigkeit auf der Straße begrenzen
  • Nicht im Wald spazieren gehen
  • Fixieren von losen Gegenständen, wie zum Beispiel Gartenmöbel
  • Nicht auf dem Dach arbeiten

Bereits am Dienstag hatte Meteorologe Dominik Jung in seiner Prognose darauf hingewiesen.

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