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„Es war ein Kantenbruch, kein Erdrutsch“
Lokales 2 Min. 04.08.2014 Aus unserem online-Archiv
Bauschuttdeponie Monnerich

„Es war ein Kantenbruch, kein Erdrutsch“

Der Kantenbruch an der Bauschuttdeponie sei in keinerlei Hinsicht mit dem Erdrutsch vom März zu vergleichen, so Umweltministerin Carole Dieschbourg.
Bauschuttdeponie Monnerich

„Es war ein Kantenbruch, kein Erdrutsch“

Der Kantenbruch an der Bauschuttdeponie sei in keinerlei Hinsicht mit dem Erdrutsch vom März zu vergleichen, so Umweltministerin Carole Dieschbourg.
Foto: Luc Ewen
Lokales 2 Min. 04.08.2014 Aus unserem online-Archiv
Bauschuttdeponie Monnerich

„Es war ein Kantenbruch, kein Erdrutsch“

Das Material, das sich an der Monnericher Bauschuttdeponie losgelöst hat, stellt laut Umweltministerin keine Gefahr für die Stabilität des Gesamtkörpers dar.

(na) - „Es war ein Kantenbruch, kein Erdrutsch“ stellte am Montag Ministerin Carole Dieschbourg gegenüber Wort.lu klar. Das Material, das sich in der Nacht zum Sonntag an der Monnericher Bauschuttdeponie losgelöst habe, stelle demnach keine Gefahr für die Stabilität des Gesamtkörpers dar.

Nach dem Erdrutsch im März habe sich eine steile Abrisskante gebildet. Es handele sich um ein natürliches Phänomen, dass sich an solch abrupten Stellen nach mehreren Regen- und Trockenperioden Material loslösen und herunterfallen könne.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Am Samstagabend gegen 20 Uhr hatte sich an der oberen Kante der Bauschuttdeponie Monnerich Material auf einer Länge von 30 Metern losgelöst und war etwa zehn Meter den Hang hinabgerutscht. Es habe aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, so die Polizei bereits am Wochenende.

Dies wurde Wort.lu  auch noch einmal sowohl von Seiten des Nachhaltigkeitsministeriums als auch von Seiten der Betreibergesellschaft der Bauschuttdeponie bestätigt. Beide Akteure machten sich am Montag vor Ort ein Bild von der Situation.

Nicht das erste Mal

Es hätten schon mehrere Kantenbrüche stattgefunden heißt es von offizieller Seite. Nur waren sie bisher weniger sichtbar.
Es hätten schon mehrere Kantenbrüche stattgefunden heißt es von offizieller Seite. Nur waren sie bisher weniger sichtbar.
Foto: Luc Ewen

Die Betreibergesellschaft erklärte, dass sich bereits mehrfach Bauschutt von der Kante losgelöst habe, nur sei es bisher nicht so sichtbar gewesen. Dies sei ein natürliches Phänomen. So war es bereits im Zwischenbericht der beiden Expertenbüros, die vor Ort Ursachenforschung betreiben, vorausgesagt worden.

Demnach sei die Stabilität der Bauschuttdeponie nicht davon beeinflusst, und es bestehe keine Gefahr für die Einwohner, unterstrich Carole Dieschbourg weiter. Selbstverständlich solle man sich nicht auf die Bauschuttdeponie begeben, die ohnehin nicht zugänglich ist, denn weitere Kantenbrüche seien nicht auszuschließen.

Erdrutsch: Resultate nicht vor 
September zu erwarten

Als im Mai die zwei mit der Ursachenforschung beauftragten Expertenbüros ihren ersten Zwischenbericht vorstellten, wurde ein Abschlussbericht für Ende August in Aussicht gestellt.

Doch wie Ministerin Carole Dieschbourg erklärte, hätten mittlerweile beide Büros mitgeteilt, dass sie diese Frist nicht einhalten könnten, so dass erst im September mit definitiven Resultaten zu rechnen sei.

Laut Wort.lu-Informationen hätten die am Gleitkörper geplanten Bohrungen mehr Zeit in Anspruch genommen als anfangs gedacht. Diese reichen zum Teil bis unter die Schlackenschicht, was an manchen Stellen bis zu 60 Meter tief sein könne.