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Es geht wieder in die Schule
Lokales 11 3 Min. 16.09.2019

Es geht wieder in die Schule

Im Kindergarten ist erst einmal Zeit zum Spielen.

Es geht wieder in die Schule

Im Kindergarten ist erst einmal Zeit zum Spielen.
Foto: Anouk Antony
Lokales 11 3 Min. 16.09.2019

Es geht wieder in die Schule

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Zwei Monate Ferien sind vorbei. Am Montag hat für 57.000 Grundschüler der Schulalltag wieder begonnen. Die Sekundarschüler ziehen von Dienstag an nach.

Montagmorgen kurz vor 8 Uhr. Vor dem Aérodrome-Kindergarten in Esch/Alzette haben sich bereits viele Kinder mit ihren Eltern versammelt. Immerhin steht die Rentrée an – für die Jüngsten unter ihnen etwas ganz Neues. Gespannt warten sie darauf, dass das Schulpersonal die Türen öffnet.

Im Inneren des Gebäudes treffen die Lehrer unterdessen die letzten Vorbereitungen, auch wenn das Gros bereits in den vergangenen Wochen erledigt wurde. Immerhin gilt es 75 Schüler, aufgeteilt auf fünf Klassen – eine mit Kindern des Cycle 1.0. (Précoce) und vier der Cycles 1.1. und 1.2. –, zu empfangen. „Auch für uns ist immer etwas Aufregung mit im Spiel“, sagt Fabienne Faltz, eine der Lehrerinnen.

Neue Freunde finden

Dann ist es so weit. Die ersten Schüler treten noch etwas zaghaft ein, die Hand ihrer Mutter oder ihres Vaters eng umklammert. Schnell füllt sich aber der Gang. Während die älteren Kinder, die bereits im Vorjahr die Aérodrome-Schule besucht hatten, schnell ihre Jacke an das Mantelbrett hängen, die Lehrer begrüßen und zielstrebig den Weg in ihr Klassenzimmer und zu ihren Lieblingsspielzeugen suchen, brauchen jene, die die Schulbank nun zum allerersten Mal drücken werden oder etwas schüchterner sind, etwas Eingewöhnungszeit.

Nur ein paar Kindern sieht man an, wie schwer ihnen das Loslassen fällt. Doch auch sie finden nach ein paar netten Worten des Schulpersonals im Klassensaal bei ihren Mitschülern schnell Anschluss und bei Bausteinen, Puzzles, Spielen und Malbögen auch Ablenkung. „Der Schulanfang ist immer aufregend, aber auch schön“, erklärt ein Vater. Man habe den Kindern die Vorfreude in den letzten Tagen angesehen, betont er weiter: „Nach den Ferien hat man gemerkt, dass sie wieder in die Schule gehen wollen.“

Dies bestätigen auch die Kinder selbst. Der Urlaub sei schön gewesen. Sie freuen sich aber auch, nun wieder in die Schule zu gehen und die Freunde zu treffen.


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Emotionaler Moment

„Der Schulanfang ist immer emotional. Da ich selbst Lehrerin war, ist er für mich doppelt so wichtig und schön“, erklärt unterdessen eine Frau, die nun ihre beiden Enkel an deren ersten Schultag begleitet. „Heute habe ich gut gemerkt, dass es wieder losgeht“, sagt sie.

Mit etwas Stress war der Montagmorgen bei vielen verbunden. Kurz nach 8 Uhr durften dann aber zumindest im Escher Viertel Lallingen alle aufatmen. Und während die Eltern, Großeltern und Betreuer die Schule verlassen konnten, um sich ihren weiteren Aufgaben zu widmen, durften die Schüler erst einmal unter der Obhut ihrer Lehrer spielen und sich kennenlernen.

„Die Kinder sind gut angekommen“, sagt auch Fabienne Faltz. „Manchmal kommt es vor, dass es Kindern sehr schwerfällt, loszulassen. Doch diesmal ist alles gut gelaufen.“ Lediglich ein angemeldetes Kind hatte gegen 8.30 Uhr den Weg zur Schule noch nicht gefunden. Dies komme aber durchaus vor, so Faltz.

Im Vorfeld geplant

Die Lehrerin erklärt, dass es hilfreich gewesen sei, im Vorfeld mit den Eltern gesprochen zu haben, denn so könne man am ersten Schultag gleich auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Zudem helfe es auch, dass viele Schüler des Cycle 1.2., die bereits mehr Routine haben, ihre jüngeren Klassenkameraden mitziehen. „Es ist immer interessant zu sehen, welcher Schüler sich wie verhält. Einige sind ganz ruhig, andere fühlen sich auf Anhieb pudelwohl“, so die Lehrerin.

Die Kinder durften sich am Montag zudem über ein Geschenk freuen. Wie in einigen weiteren Kommunen wurden auch in der Gemeinde Esch/Alzette Trinkflaschen an alle 3.259 eingeschulten Kinder verschenkt. „Wir wollen damit gegen den Plastikkonsum vorgehen“, erklärt die Schulschöffin Mandy Ragni. Auch in anderen Bereichen zeigt sich die Gemeinde umweltbewusst. So sollen in den Maisons Relais verstärkt Bioprodukte konsumiert werden. Zudem sollen die Kinder im Gemeinschaftsgarten im Viertel Lallingen eine Hand anpacken.  

Die Trinkflasche soll dazu beitragen, Plastikmüll zu vermeiden.
Die Trinkflasche soll dazu beitragen, Plastikmüll zu vermeiden.
Foto: Anouk Antony

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