Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Erstmals Quallen im Stausee gesichtet
Lokales 21.09.2020 Aus unserem online-Archiv

Erstmals Quallen im Stausee gesichtet

Die Quallen stellen für den Menschen keinerlei Gefahr dar.

Erstmals Quallen im Stausee gesichtet

Die Quallen stellen für den Menschen keinerlei Gefahr dar.
Foto: GSAQ-CGDIS/Jean-Luc Linster
Lokales 21.09.2020 Aus unserem online-Archiv

Erstmals Quallen im Stausee gesichtet

Pierre SCHOLTES
Pierre SCHOLTES
Die Süßwasserquallen sind ungefährlich. Ihre Präsenz könnte eine Folge des Klimawandels sein.

Anfang September sind erstmals Quallen im Obersauerstausee gesichtet worden. Wie das Wasserwirtschaftsamt in einem Schreiben mitteilt, hätten die Rettungstaucher des Corps Grand-Ducal d'Incendie et de Secours (CGDIS) Fotos der Wasserlebewesen an die Behörde übermittelt. Anhand dieser konnte die Behörde die Präsenz der neuen Art bestätigen. 

Süßwasserquallen sind nur etwa 2,5 Zentimeter groß.
Süßwasserquallen sind nur etwa 2,5 Zentimeter groß.
Foto: GSAQ-CGDIS/Jean-Luc Linster

Es handele sich bei den Quallen um sogenannte Süßwasserquallen  („Craspedacusta sowerbii“). Ursprünglich aus Asien stammend, handelt es sich bei der invasiven Art um die einzige, die sich weltweit verbreitet hat. Erstmals in Europa nachgewiesen, wurden die Tiere 1880 in den Royal Botanic Gardens in London. Es wird vermutet, dass die Verbreitung in Europa auf die Ansiedlung von nicht-heimischen Wasserpflanzen und die Verbreitung durch Vögel zurückgeht. So wurden die Tierchen bereits in den Nachbarländern gesichtet, berichtet das Wasserwirtschaftsamt.


Stausee - Blaualgen - Photo : Pierre Matgé
Blaualgen am Stausee festgestellt
Die wegen des Corona-Virus bereits verkürzte Badesaison fällt dadurch am Obersauerstausee aber noch nicht vorzeitig ins Wasser. Nicht alle Strände sind betroffen.

Anders als Meeresquallen, sind die etwa 2,5 Zentimeter großen Süßwasserquallen für den Menschen völlig ungefährlich. 

Dass sie gerade jetzt im Obersauerstausee nachgewiesen werden konnten, könnte mit dem Klimawandel zusammenhängen, wie man beim Wasserwirtschaftsamt betont. Denn Quallen benötigen zum Überleben über einen längeren Zeitraum Wassertemperaturen von über 20 Grad. Zudem bevorzugen sie sehr sauberes Wasser.

Im Übrigen weist das Wasserwirtschaftsamt darauf hin, dass kein Zusammenhang zwischen Quallen und Blaualgen besteht. Beide Phänomene seien unabhängig voneinander zu betrachten.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Das Gesundheitsministerium warnt am Freitag dringend vor Cyanobakterien in der Mosel. Diese könnten für Mensch und Tier gesundheitsgefährdend sein.
Bei exzessiver Entwicklung bilden die Cyanobakterien blaugrüne Algenteppiche.
Landwirtschaft, Erosion und die Überläufe der Kläranlagen belasten das größte nationale Trinkwasserreservoir mit Nährstoffen. Wer welchen Anteil hat, daran scheiden sich die Geister.
7.9. Gemeindeillustrationen / Gemeinde Esch-sur-Sure / Esch-Sauer / Stausee / Foto:Guy Jallay
Riesenbärenklau und andere Neobiota
Immer wieder sorgen sogenannte invasive Pflanzen und Tiere für Aufregung. In Luxemburg werden solche lästigen Neulinge jedoch streng überwacht und bei Gefahr sogar ganz zurückgedrängt.
Der Riesenbärenklau wird bis zu 4 Meter hoch und ist an seinen bis zu 50 Zentimeter breiten Dolden sowie den purpurnen Flecken an seinem Stängel zu erkennen.