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Erstmals eine Gegenaktion zur "Marche blanche"
Lokales 11 1 14.01.2022
Am Freitagabend

Erstmals eine Gegenaktion zur "Marche blanche"

Am Freitagabend

Erstmals eine Gegenaktion zur "Marche blanche"

Foto: Guy Jallay
Lokales 11 1 14.01.2022
Am Freitagabend

Erstmals eine Gegenaktion zur "Marche blanche"

In Kirchberg hatten sich vor der Philharmonie Impfgegner und Gegner der Impfgegner eingefunden.

(dat/m.r./jwi) - Die „Marche blanche silencieuse“ in Luxemburg-Stadt fand am Freitagabend zum achten Mal statt. Knapp 300 Menschen hatten sich laut Polizei in Kirchberg eingefunden. Zum ersten Mal fand aber auch eine Gegendemonstration statt - gleich gegenüber der Marche.

Die Gegendemonstration war nicht bei der Stadt Luxemburg angemeldet und somit auch nicht genehmigt. Etwa ein Dutzend Vertreter des Kollektivs „Zentrum20“ waren präsent und hielten Plakate mit „Covidioten net Strooss iwerloossen“ hoch oder schrien: „Dot är Masken un“. Es sei allerdings keine richtige Demonstration, sondern eher eine „Aktion“. Denn man würde immer mehr Rechtsradikalismus bei den Anti-Coronademos antreffen und dagegen wolle man was tun, erklärt ein Teilnehmer von „Zentrum20“.

Vor der Philharmonie hatten sich auch zahlreiche Polizisten eingefunden, die beide Demonstrationen trennten. Am Ende blieb es aber friedlich, so das Resümee der Polizei.

Für Samstagnachmittag sind insgesamt drei zeitgleich stattfindende Versammlungen von Impf- und Maßnahmengegner angekündigt. So wollen sich am Hauptbahnhof bei der Gëlle Fra Demonstranten gegen 14 Uhr illegal außerhalb des geltenden Demonstrationskorridors versammeln. 


Rund Tausend Menschen sollen sich auf dem Glacis eingefunden haben.
Sechs Festnahmen im Zusammenhang mit der Demo
Die Coronaproteste am Samstag blieben zum größten Teil friedlich. Der Wasserwerfer kam nicht zum Einsatz.

Lediglich eine dritte Kundgebung auf dem Glacisfeld entspricht den geltenden Auflagen. Wie ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage betont, setze die Polizei weiterhin auf ein deeskalierendes Vorgehen.

Immerhin wurde für dieses Wochenende keine Unterstützung bei der belgischen Polizei angefragt.

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