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Erster Nestfund der asiatischen Hornisse
Lokales 01.10.2020

Erster Nestfund der asiatischen Hornisse

Die asiatische Hornisse Vespa velutina ist in Luxemburg angekommen.

Erster Nestfund der asiatischen Hornisse

Die asiatische Hornisse Vespa velutina ist in Luxemburg angekommen.
Getty Images
Lokales 01.10.2020

Erster Nestfund der asiatischen Hornisse

Jacques GANSER
Jacques GANSER
In Esch/Alzette wurde ein rund ein Meter großes Nest aufgefunden. Die Art dürfte damit in Luxemburg definitiv heimisch sein.

Zum ersten Mal ist in Luxemburg ein Nest der asiatischen Hornisse aufgefunden worden. Das imposante, fast ein Meter große Gebilde hängt an einem Baum in rund 15 Metern Höhe im Escher Stadtviertel Wobrecken. Allerdings wird das Nest der invasiven Art demnächst im Auftrag der Naturverwaltung von einer darauf spezialisierten Firma entfernt werden. 

Das Nest hängt in rund 15 Metern Höhe an einem Baum.
Das Nest hängt in rund 15 Metern Höhe an einem Baum.
Roger Dammé

„Für den Menschen ist die Art nicht gefährlicher als die heimischen Hornissen. Es handelt sich allerdings um eine zugewanderte Art, die es vor allem auf Bienen abgesehen hat. Wir zerstören das Nest jetzt, damit die Tiere nicht ausfliegen und im kommenden Jahr weitere Nester bauen“, so Tiago de Sousa, Mitarbeiter der Naturverwaltung und Experte für invasive Arten.

Die asiatische Hornisse (Vespa Velutina) links und die etwas größere europäische Hornisse (Vespa Crabro) rechts im Bild.
Die asiatische Hornisse (Vespa Velutina) links und die etwas größere europäische Hornisse (Vespa Crabro) rechts im Bild.
AFP

Die asiatische Hornisse wurde dieses Jahr zwar bereits mehrere Male in Luxemburg nachgewiesen, es handelt sich aber um den ersten Fund eines Nestes. 


Asiatische Hornisse in Luxemburg gesichtet
Die nicht als aggressiv geltende, gelb-beinige Hornisse wurde bereits in Junglinster, Ingeldorf und Esch/Alzette gesichtet.

Invasive, aber nicht gefährliche Art

Bei der asiatischen Hornisse handelt es sich um eine invasive gebietsfremde Spezies, die in asiatischen Ländern zu Hause ist und die wahrscheinlich im Jahr 2004 versehentlich mit einer Pflanzenlieferung aus China nach Südfrankreich gelangte. Seitdem hat sich die Hornisse  zum Teil in Europa eingenistet - von Portugal bis hin nach Norddeutschland. Im September dieses Jahres wurde die Insektenart dann erstmals in Luxemburg gesichtet: zuerst in Junglinster, dann in Ingeldorf und auch Esch/Alzette. Das Tier hat eine dunkle Färbung und ist etwas kleiner als die heimischen Hornissen.

Das Natur-Musée hatte vor wenigen Tagen in einer Mitteilung darum gebeten,  jede Sichtung der asiatischen Gelbbeinhornisse der Naturverwaltung oder dem Nationalen Natur-Musée mitzuteilen. Dies kann auf direktem Weg über die Datenbank des Natur-Musée erfolgen oder per E-Mail-Adresse an: vespa@neobiota.lu.       

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