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Erste Skizzen des Viertels Esch-Schifflingen
Erste Skizzen zeigen, wie das Areal des Schifflinger Stahlwerks zu einem neuen Viertel umgebaut werden könnte.

Erste Skizzen des Viertels Esch-Schifflingen

Grafik: COBE Architects
Erste Skizzen zeigen, wie das Areal des Schifflinger Stahlwerks zu einem neuen Viertel umgebaut werden könnte.
Lokales 6 23.05.2019

Erste Skizzen des Viertels Esch-Schifflingen

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Die Entwicklungsgesellschaft Agora hat erste Skizzen des neuen Viertels veröffentlicht, das auf der Industriebrache Esch-Schifflingen entstehen soll.

Unter der Struktur der ehemaligen Walzwerkhalle aus der Expresstram aussteigen. Dann ein Ausflug zu den ehemaligen Kühlweihern unternehmen. Oder doch lieber ein Café am öffentlichen Platz unter dem früheren Kühlturm zu trinken? So oder ähnlich könnte in Zukunft ein Besuch auf der Industriebrache Esch-Schifflingen verlaufen.  

So sah das Modell aus, das von der Planungsmannschaft um das Architekturbüro COBE im Rahmen der Entwicklungswerkstatt ausgearbeitet wurde. Rosa gezeichnet sind Gebäude, die erhalten werden könnten.
So sah das Modell aus, das von der Planungsmannschaft um das Architekturbüro COBE im Rahmen der Entwicklungswerkstatt ausgearbeitet wurde. Rosa gezeichnet sind Gebäude, die erhalten werden könnten.
Foto: Nicolas Anen

Am Donnerstag hat die Entwicklungsgesellschaft Agora mitgeteilt, dass ein Gremium, zusammengesetzt aus Regierung, ArcelorMittal und den Gemeinden Esch und Schifflingen, die Wahl der Jury bestätigt. 

Diese hatte Anfang April am Abschluss einer einwöchigen Entwicklungswerkstadt unter vier Entwicklungsprojekten das des dänischen Architektenbüros COBE ausgewählt.   

Luxemburgisches Ingenieurbüro im Gewinnerteam

Dieser Mannschaft gehören neben dem benannten Architektenbüro auch die Büros Urban Agency (DK), Urban Creators (DK) und das luxemburgische Ingenieurbüro Luxplan an. Ihnen fällt nun die Aufgabe zu, die Leitlinien des Projektes, das sie während der Entwicklungswerkstatt ausgearbeitet haben, zu einem umsetzbaren Plan auszuarbeiten. 

Die hier abgebildeten Skizzen geben bereits einen ersten Einblick, wo die Reise auf dem Stahlwerksgelände hingehen könnte. 

Einige Hürden gibt es noch, bevor die Entscheidung endgültig ist. Denn erst muss das Konzept noch zeigen, dass es wirtschaftlich und sozial durchführbar ist. Auch müssen die Planer die Anmerkungen berücksichtigen, die im Rahmen der öffentlichen Workshops getätigt wurden. 


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Im September soll dann eine definitive Entscheidung getroffen werden. In der Pressemitteilung, die von Agora verschickt wurde, zeigt sich Michel Wurth, Vorsitzender von ArcelorMittal, aber optimistisch. 

Unter anderem wird er mit dem Satz zitiert: „Ich zweifle nicht daran, dass unsere Antwort bei unseren zukünftigen Treffen im aktiven Dialog positiv ausfallen wird“. 

Ein Viertel für 10.000 Einwohner

Der Großteil des Geländes, das 54 Hektar große Werksgelände, gehört dem Stahlkonzern während acht Hektar dem Fonds du Rail und damit der öffentlichen Hand gehören. Die Gesellschaft Agora, die das Viertel entwickeln wird, gehört ihrerseits zu 50 Prozent ArcelorMittal und zu 50 Prozent dem Staat. 

Aktuellen Schätzungen zufolge könnte das neue Viertel, das von Agora „Quartier Alzette“ genannt wird, 10.000 Einwohner zählen. Die ersten dürften nicht vor 2023 einziehen. 


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