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Erste Pflegeheimbewohner wurden geimpft
Lokales 06.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Erste Pflegeheimbewohner wurden geimpft

Erste Pflegeheimbewohner wurden geimpft

Foto: dpa
Lokales 06.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Erste Pflegeheimbewohner wurden geimpft

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Die Impfkampagne in den Pflegeheimen hat begonnen. Am Mittwoch wurden nun die ersten Bewohner geimpft.

Nachdem bereits Ende Dezember erste Mitarbeiter der Krankenhäuser und der Alters- und Pflegeheime sich freiwillig gegen das Corona-Virus impfen lassen konnten, wurde nun am Mittwoch den ersten Pflegeheimbewohnern der Wirkstoff verabreicht. Etwa 55 Bewohnern des Pflegeheims der Zitha St. Jean de la Croix erhielten ihre erste Impfdosis. 

Bis zum Ende der kommenden Woche sollen die mobilen Impfmannschaften der Santé zunächst elf weitere Pflegeheime aufsuchen. Wie die Generaldirektorin von ZithaSenior und Vizepräsidentin des Dachverbandes für Pflegedienste Copas, Dr. Carine Federspiel, erklärt, hätten die Allgemeinärzte der Heime bereits Ende Dezember angefangen, erste Vorgespräche mit Einwohnern, beziehungsweise deren Familien oder Vormündern, zu führen. So wurde eine erste Liste der Bewohner erstellt, die geimpft werden können.


„Durch den Lockdown und die anderen sanitären Maßnahmen wie Abstandspflicht, Maskenpflicht und Händehygiene wurde wertvolle Zeit gewonnen“, sagt Dr. Gérard Schockmel. Selbst in stark betroffenen Ländern wie Spanien oder Frankreich werde die nationale Durchseuchungsrate auf lediglich fünf Prozent geschätzt. „Dies kommt der Impfstoffentwicklung zugute.“
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Die Impfbereitschaft sei bei den im Schnitt 85 Jahre alten Bewohnern der Zitha-Heime sehr hoch und liege zwischen 80 und 90 Prozent. Geimpft werden allerdings nur die Einwohner für die kein besonderes gesundheitliches Risiko -  etwa durch Allergien, Medikamente, Vor- oder akute Erkrankungen -  besteht. Dies werde vor der Verabreichung der Impfdosis im Detail von einem Arzt abgeklärt, so Carine Federspiel. 

Die Santé bringe den Impfstoff vor Ort, die Impfung werde aber von den Mitarbeitern der Heime durchgeführt. Sie wurden im Vorfeld dafür von der Santé geschult. Nach der Verabreichung des Impfstoffes kommen die Bewohner zunächst in einen Ruheraum, so Carine Federspiel. Dort werden sie einige Minuten auf Impfreaktionen beobachtet, bevor sie wieder auf ihr Zimmer können. Auch in den darauffolgenden zwei Tage hält das Pflegepersonal die Geimpften genauer im Blick. 


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Geschützt sind die Geimpften vor dem Corona-Virus in einer ersten Phase nicht. Eine zweite Injektion ist dazu innerhalb von drei Wochen notwendig. Die Termine dafür seien bereits festgelegt, so Carine Federspiel. 

Die Impfstrategie der Regierung sieht vor, dass im Laufe der kommenden Monate alle der rund 6.500 Bewohner der 52 Alters- und Pflegeheim die Möglichkeit bekommen sollen, sich impfen zu lassen.  

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