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Erste Flüchtlinge sind eingezogen
Lokales 16.12.2015 Aus unserem online-Archiv
Ehemaliges Monopolgebäude in Gasperich

Erste Flüchtlinge sind eingezogen

Ehemaliges Monopolgebäude in Gasperich

Erste Flüchtlinge sind eingezogen

Foto: Guy Jallay
Lokales 16.12.2015 Aus unserem online-Archiv
Ehemaliges Monopolgebäude in Gasperich

Erste Flüchtlinge sind eingezogen

Am Mittwoch sind im ehemaligen Monopolgebäude die ersten 24 Flüchtlinge eingezogen. In Cessingen fand unterdessen eine Informationsveranstaltung für die Bürger statt.

(ml/SH) - Das ehemalige Monopolgebäude an der Route d'Esch in Gasperich öffnete am Mittwoch seine Türen für Flüchtlinge. 24 Asylbewerber sind bereits eingezogen, am Donnerstag sollen 25 weitere Personen folgen.

Auf einer Fläche von 4.200 Quadratmetern können bis zu 600 Flüchtlinge untergebracht werden. Dabei handelt es sich um eine Erstaufnahmestruktur. Die Schutzsuchenden sollen drei bis sechs Wochen dort verweilen, bis sie ihr Asyl-Antrag-Dokument ausgehändigt bekommen. Anschließend werden sie in eine andere Unterkunft verwiesen.

Im Kulturzentrum in Cessingen (1, rue Saint Joseph) fand am Mittwochabend eine Infoversammlung statt. Familienministerin Corinne Cahen, die hauptstädtische Bürgermeisterin Lydie Polfer, Vertreter des „Office luxembourgeois de l'accueil et de l'intégration“ (OLAI) sowie des luxemburgischen Roten Kreuzes gingen dabei nicht nur auf die Bedenken einzelner Einwohner ein, sondern sie konnten auch viele Anfragen von Bürgern, die den Flüchtlingen freiwillig helfen wollen, entgegennehmen.

Die Caritas, das Rote Kreuz und die ASTI verwalten derzeit 130 Foyers, in denen rund 3.000 Flüchtlinge untergebracht sind. Des Weiteren sind vier Containerdörfer in Steinfort, Junglinster, Diekirch und Mamer in Planung. An diesen vier Standorten sollen 1.200 Flüchtlinge beherbergt werden. Die Infrastrukturen sollen bis Mitte 2016 errichtet werden. Die vier Minister, die den Bürgern in Mamer und Steinfort das Projekt der Flüchtlingscontainerdörfer vorgestellt haben, stießen zum Teil auf Skepsis und Widerstand. In Steinfort will eine Bürgerinitiative das Vorhaben sogar juristisch anfechten.


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