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Erste Anzeigen im virtuellen Polizeikommissariat
Bislang ist nur das Anzeigen von normalen Diebstählen mithilfe der 
Internetplattform möglich.

Erste Anzeigen im virtuellen Polizeikommissariat

Foto: Pierre Matge
Bislang ist nur das Anzeigen von normalen Diebstählen mithilfe der 
Internetplattform möglich.
Lokales 21.08.2018

Erste Anzeigen im virtuellen Polizeikommissariat

Das e-commissariat soll den Bürgern bei bestimmten Anliegen den Gang zu Polizeistation ersparen. Die Polizei zeigt sich einige Wochen nach dem Start der Online-Plattform zufrieden.

(m.r.) - Seit Ende Juli gibt es hierzulande ein neues Polizeikommissariat. Dieses findet man allerdings nicht in einer Ortschaft, sondern virtuell im Internet. Die Bürger sollen sich mithilfe des sogenannten e-commissariat bei diversen Anliegen den Gang zur nächsten Polizeidienststelle sparen können.


Durch die Existenz einer Plattform wie dem e-commissariat sollen in Zukunft die Mitarbeiter in den lokalen
Polizeistationen entlastet werden.
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Administrative Prozeduren vereinfachen und den Service an Kunden verbessern – dafür soll das neue e-commissariat der Luxemburger Polizei sorgen.

Auch wenn es noch etwas verfrüht für eine Bilanz ist, zeigt sich die Polizei etwa drei Wochen nach dem Start der Plattform zufrieden. Im August wurden bisher unter anderem etwa 45 verlorene Objekte gemeldet und etwa 15 Diebstähle über die Plattform angezeigt. Im September soll nun eine Kampagne der Polizei die Bürger über die weiteren Möglichkeiten des neuen Portals informieren.

Nicht für alle Anliegen

Bislang ist nur das Anzeigen von normalen Diebstählen möglich, sprich wenn bei einem solchen Zwischenfall niemand zu Schaden gekommen ist und keine Gewalt angewendet wurde. Im vergangenen Jahr gab es 7 500 solcher Verbrechen. Das virtuelle Kommissariat kann also in Zukunft die Mitarbeiter der lokalen Polizeistationen deutlich entlasten.

Bürger haben außerdem die Möglichkeit, den Verlust eines Gegenstandes zu melden oder eine Fundmeldung aufzugeben. Auch Wildunfälle im Straßenverkehr und Schadenserklärungen können im virtuellen Kommissariat hinterlegt werden. Um allerdings keine Anzeige wegen Fahrerflucht zu riskieren, ist es bei diesen Erklärungen wichtig, die Beschädigung eines Gegenstandes zuerst bei der Polizei zu melden. Die entsprechende Schadenserklärung kann dann anschließend über das Internet eingereicht werden.

Einfach erreichbar

Betroffene können das virtuelle Kommissariat über die Internetseite der Polizei, über Guichet.lu oder über die Handy-App Police.lu aufrufen. Um Anzeige zu erstatten, müssen sie sich über Luxtrust identifizieren – etwa mit dem Personalausweis oder einem Token.

Menschen, die keinen Internetzugang haben, können sich natürlich weiterhin auf dem herkömmlichen Weg mit der Polizei in Verbindung setzen.

Mehr Informationen finden Sie im Internet:
www.guichet.lu
www.police.lu


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