Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Erpeldingen tritt Natur genéissen bei
Lokales 07.07.2021 Aus unserem online-Archiv
Nachhaltigkeit fördern

Erpeldingen tritt Natur genéissen bei

Die Initiative Natur genéissen wurde 2016 ins Leben gerufen und soll zu einer höheren Biodiversität beitragen.
Nachhaltigkeit fördern

Erpeldingen tritt Natur genéissen bei

Die Initiative Natur genéissen wurde 2016 ins Leben gerufen und soll zu einer höheren Biodiversität beitragen.
Foto: LW-Archiv
Lokales 07.07.2021 Aus unserem online-Archiv
Nachhaltigkeit fördern

Erpeldingen tritt Natur genéissen bei

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Die Gemeinde Erpeldingen/Sauer wird das 21. Mitglied der Sicona-Initiative Natur genéissen. Mehrkosten von 300.000 Euro.

In einem ziemlich intimen Rahmen wurde gestern aus sanitären Gründen im Getränkeausschank des lokalen Fußballvereins eine Konvention zwischen der Gemeinde Erpeldingen/Sauer und dem interkommunalen Naturschutzsyndikat Sicona unterschrieben. Damit ist Erpeldingen die 21. Gemeinde, die dem Projekt Natur genéissen beitritt. Damit muss die Kommune gewisse Bedingungen erfüllen. 

So ist in den Statuten vorgeschrieben, dass in der Maison relais nachhaltig hergestellte Lebensmittel benutzt werden müssen. Mindestens zwölf Prozent müssen von Produzenten der Initiative Natur genéissen stammen und 30 Prozent davon müssen wiederum aus biologischem Anbau sein. Auf diese Weise soll sowohl eine gesunde als auch regionale und nachhaltige Ernährung der Kinder gewährleistet werden. 

Kosten von 300.000 Euro pro Jahr 

Dafür stellt das Umweltministerium in den kommenden fünf Jahren landesweit 2,7 Millionen Euro zur Verfügung. Laut Bürgermeister Claude Gleis (CSV) steigen die Kosten für Erpeldingen/Sauer von aktuell 220.000 Euro auf über 300.000 Euro im kommenden Jahr. Davon wird der Staat 75 Prozent übernehmen. 

Sicona-Präsident Gérard Anzia unterstrich seinerseits auf Nachfrage hin, dass es den Gemeinden auch erlaubt ist, die in den Lastenheften vorgeschriebenen Werte zu überschreiten und viele Kommunen dies auch täten. Er zeigte sich zudem positiv von der Tatsache überrascht, dass trotz der Corona-Krise viele Produzenten der Initiative beitreten wollen. Es seien bereits zwei Bauernhöfe Mitglied, die sich überhaupt nicht in einer der 21 Mitgliedsgemeinden befinden, sondern über den Naturpark Our vermittelt wurden. 

Biologische Stationen in 80 Prozent der Gemeinden

„Nur wenn wir in die großen Flächen reingehen und den Bauern helfen, eine Entscheidung bei der Art der Produktion zu treffen, machen wir den Weg für eine nachhaltige Lebensmittelherstellung frei“, meinte Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng). Sie betonte zudem, dass sich mittlerweile in rund 80 Prozent der Gemeinden eine biologische Station befindet, welche die jeweilige Kommune mit Blick auf den Naturschutz beraten. 


Georges Liesch ist der neue Präsident vom Sicona-Westen.
Georges Liesch neuer Präsident des Sicona-Westen
Nach der Wahl von Roberto Traversini als ProSud-Präsident, kann sich ein weiterer Vertreter von Déi Gréng an der Spitze eines größeren Gemeindesyndikates durchsetzen: Georges Liesch. Er ist der neue Präsident vom Sicona-Westen. Allerdings stehen die Büromitglieder des Umweltsyndikates noch nicht alle fest.

Die Ministerin betonte außerdem, dass derzeit über einen sogenannten Naturpakt zwischen Staat und Gemeinden in der zuständigen Chamberkommission diskutiert werde. Hier sollen Gemeinden, die Pionierarbeit in Sachen Biodiversität leisten, besonders belohnt werden.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Eine Wildblumenwiese ist eine hübsche Alternative zum Rasen: umweltfreundlich, weil sie Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung und ein Zuhause bietet; pflegeleicht, weil sie nur selten gemäht werden muss.
asdf