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Eröffnung der A7 im September: Täglich 30 000 Autos mehr
30 000 Autos fahren bereits heute täglich durch den "Rond-Point" Serra.

Eröffnung der A7 im September: Täglich 30 000 Autos mehr

Foto: Guy Wolff
30 000 Autos fahren bereits heute täglich durch den "Rond-Point" Serra.
Lokales 3 2 Min. 19.05.2015

Eröffnung der A7 im September: Täglich 30 000 Autos mehr

Steht Kirchberg nach der Eröffnung des letzten Teilstücks der Nordstraße A7 vor dem Verkehrskollaps? Nein, meint Infrastrukturminister François Bausch und erklärt die Maßnahmen, die ein Chaos verhindern sollen.

(str) - Ab dem 23. September wird Kirchberg mit einem nie da gewesenen Verkehrsaufkommen umgehen müssen. Dann wird nämlich das letzte Teilstück der Autobahn A7 zwischen Lorentzweiler und Waldhof fertig gestellt. 30 000 Fahrzeuge sollen sich ab dann täglich von Norden her über die Hauptstadt ergießen. Das könnte zum Problem werden, denn bereits jetzt ist der Kreisverteiler „Serra“ an der Osteinfahrt in Kirchberg mit ebenfalls 30 000 Fahrzeugen hoffnungslos überlastet.

Die Sorge um einen bevorstehenden Kollaps ist zwar berechtigt, sie trifft die Verkehrsplaner aber offenbar nicht unvorbereitet. Wie Infrastrukturminister François Bausch in einer parlamentarischen Frage der CSV-Abgeordneten Diane Adehm und Gilles Roth zunächst klarstellt, wird nicht der gesamte Verkehr von der A7 auf Kirchberg hereinbrechen. Die Nordstraße führe nicht direkt nach Kirchberg, sondern zunächst auf die A1 in beide Richtungen.

Pünktlich zur Rentrée 2015 soll aus dem „Rond-Point Serra“ ein „Turbo-Kreisverkehr“ werden.
Pünktlich zur Rentrée 2015 soll aus dem „Rond-Point Serra“ ein „Turbo-Kreisverkehr“ werden.
Foto: Anouk Antony

Zu den morgendlichen Spitzenstunden erhöht sich das Verkehrsaufkommen am Kreisel „Serra“ durch die neue Verbindung nach Norden auf 5 800 Fahrzeuge pro Stunde, abends auf 4 400 Einheiten. Um dieses Aufkommen zu bewältigen, werde aus dem klassischen Verkehrskreisel ein „Turbo-Kreisverkehr“ gemacht.

Der „Turbo Rond-Point“ ist eine Weiterentwicklung des klassischen Kreisverteilers. Der Unterschied besteht darin, dass die Autofahrer bereits vor der Einfahrt in den Kreisel entscheiden müssen, welche Ausfahrt sie nehmen werden.

In Kirchberg erfolgt die Einfahrt in den Kreisel über drei Spuren. Die rechte ist den Verkehrsteilnehmern vorbehalten, die den Kreisverkehr über die erste Ausfahrt verlassen. Die mittlere ist für die zweite Abfahrt und die linke eben für die dritte. Der Spurwechsel im Kreisverkehr wird völlig verboten. Dadurch kann der Verkehrsfluss deutlich verbessert und die Kapazität des Kreisels maximal ausgelastet werden – vorausgesetzt, jeder hält sich an die Regeln.

Ampeln regeln Zugang

Ihren Teil dazu beitragen, soll eine Ampelanlage, die es erlaubt, den Zugang zum Kreisel, dem Verkehrsaufkommen entsprechend, zu regeln. Besonders viel verspricht sich Minister Bausch zudem vom kontinuierlichen Ausbau der „sanften Mobilität“ – in diesem Fall speziell der Trambahn, die ab 2017 Kirchberg bedienen soll, und der neuen Zughaltestelle „Kirchberg-Pfaffenthal“.

Die Planung beinhaltet allerdings auch eine nicht unbedeutende Neuerung für den Individualverkehr. Ein unterirdischer By-Pass von der Avenue John F. Kennedy zur A1 in Fahrtrichtung Frankreich und Belgien soll das Gesamtverkehrsaufkommen im „Rond-Point Serra“ im Feierabendverkehr um 20 Prozent reduzieren. 

Die Stahlskulptur "Exchange" wurde vom Namensgeber des Kreisverteilers geschaffen.
Die Stahlskulptur "Exchange" wurde vom Namensgeber des Kreisverteilers geschaffen.
Foto: Guy Wolff

Wussten Sie eigentlich, dass der Kreisverkehr „Serra“ nach dem US-amerikanischen Bildhauer Richard Serra benannt ist? Die Stahlskulptur „Exchange“, die den Kreisel ziert, stammt von dem 1939 in San Francisco geborenen Künstler.


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