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Erleichterungen für belgische Grenzgänger: Schnell und direkt mit dem Zug zur Arbeit
Lokales 05.02.2015 Aus unserem online-Archiv

Erleichterungen für belgische Grenzgänger: Schnell und direkt mit dem Zug zur Arbeit

Am Bahnhof Stockem soll ein P+R-Platz entstehen.

Erleichterungen für belgische Grenzgänger: Schnell und direkt mit dem Zug zur Arbeit

Am Bahnhof Stockem soll ein P+R-Platz entstehen.
Tania Feller
Lokales 05.02.2015 Aus unserem online-Archiv

Erleichterungen für belgische Grenzgänger: Schnell und direkt mit dem Zug zur Arbeit

Ab diesem Sommer können sich belgische Grenzpendler über Vereinfachungen bei den Bahntarifen freuen. Für die wichtigste Strecke Arlon-Luxemburg brauchen sie keine internationale Fahrkarte mehr.

(dv/vb) - Ab diesem Sommer können sich belgische Grenzpendler über Vereinfachungen bei den Bahntarifen freuen. Für die wichtigste Strecke Arlon-Luxemburg brauchen sie keine internationale Fahrkarte mehr.

Bei dem belgisch-luxemburgischen Gipfel am Donnerstag einigten sich der luxemburgische Premier Bettel und sein belgischer Amtskollege Charles Michel auf Erleichterungen im Bahnverkehr.

Speziell für die Strecke Arlon-Luxemburg brauchen Bahnkunden bisher ein Zusatzticket für den Grenzbereich Sterpenich-Kleinbettingen, das die Zugfahrt sehr teuer macht (ca. 13 Euro für eine Einzelfahrt). Der neue Tarif wird diesen Preis ungefähr halbieren.

Aus Belgien kommen täglich 40 000 Grenzgänger ins Großherzogtum - zum allergrößten Teil mit dem Auto. Um die Straßen und Parkflächen in Luxemburg zu entlasten, beteiligt sich Luxemburg am Bau eines Park-and-Ride-Platzes am Bahnhof Stockem bei Arlon. Dort können Besitzer eines Monats-Abonnements kostenlos parken und in den Zug nach Luxemburg umsteigen.

Luxemburg strebt außerdem Verbesserungen auf der Problemstrecke Brüssel-Luxemburg an, wo Züge nur langsam fahren und sich häufig verspäten. Der luxemburgische Transportminister François Bausch sagte, es sei "nicht hinzunehmen, dass man zwischen den zwei Städten drei Stunden im Zug sitzt". Die belgische Seite zeigte sich allerdings von dem Druck aus Luxemburg unbeeindruckt und äußerte sich zurückhaltend, was den Ausbau der Bahnstrecke angeht. In fernerer Zukunft sollen die derzeit eingesetzten Nahverkehrszüge durch Züge für den Fernverkehr ersetzt werden.


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