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Entwicklungshilfe von „OTM“ in Haiti: Ein Lichtblick für die Haitianer
Lokales 4 Min. 28.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Entwicklungshilfe von „OTM“ in Haiti: Ein Lichtblick für die Haitianer

Die Haitianer helfen bei den Arbeiten tatkräftig mit und erhalten dafür ein kleines Entgelt.

Entwicklungshilfe von „OTM“ in Haiti: Ein Lichtblick für die Haitianer

Die Haitianer helfen bei den Arbeiten tatkräftig mit und erhalten dafür ein kleines Entgelt.
Foto: Privat
Lokales 4 Min. 28.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Entwicklungshilfe von „OTM“ in Haiti: Ein Lichtblick für die Haitianer

Ende Januar 2015 wird Henri 
Dostert, Mittelspannungselektriker beim Stromnetzbetreiber Creos 
Luxemburg, nach Haiti reisen. Er und viele seiner Kollegen engagieren sich seit 2010 im Bereich Strom und Wasser bei der Hilfsorganisation „OTM Haiti“.

(rr) - Ende Januar 2015 wird Henri 
Dostert, Mittelspannungselektriker beim Stromnetzbetreiber Creos 
Luxemburg, nach Haiti reisen. Er und viele seiner Kollegen engagieren sich seit 2010 im Bereich Strom/Wasser bei der Hilfsorganisation „OTM Haiti“. Mit einem sehr kleinen Budget wollen sie in einem der ärmsten Länder 
der Welt ein Maximum erreichen.

Kurz vor dem verheerenden Erdbeben am 12. Januar 2010 in Haiti war Henri Dostert vom damaligen Präsidenten von „Objectif Tiers Monde“ (OTM), Felix Zenner, um Mithilfe gebeten worden. In den Werkstätten und Handwerkerschulen, welche die Organisation nach und nach aufgebaut hatte, gab es Probleme mit der Stromversorgung.

Mit vereinten Kräften wurde in den kommenden Jahren daran gearbeitet, Stromkabel in der Bergregion um Café-Lompré über größere Strecken zu verlegen. Die Einwohner helfen tatkräftig mit und erhalten ein kleines Entgelt für ihre Mitarbeit. Das nächste Projekt sieht das Verlegen von Stromkabeln über zehn Kilometer vor, ein Vorhaben, das laut Henri Dostert in den kommenden fünf Jahren verwirklicht wird.

Wertvolle Unterstützung 
durch Creos Luxemburg

„Wir sammeln Material in Luxemburg und fahren ein bis zwei Mal pro Jahr nach Café-Lompré, um unsere Arbeit vor Ort weiterzubringen. Der Großteil des Materials wird von Creos zur Verfügung gestellt. Das Material ist ausgemustert, aber noch brauchbar. Durch seine Robustheit eignet es sich ausgezeichnet für die Projekte in Haiti. Ohne die Unterstützung von Creos Luxemburg wäre die Verwirklichung der Projekte nicht möglich. Das in Containern gesammelte Material wird per Schiff ab Antwerpen nach 
Haiti transportiert“, erklärt Henri Dostert.

Bei jedem Besuch der Elektriker aus Luxemburg helfen die Bewohner bei den Strom- und Wasserprojekten mit. Ein junger Haitianer aus Viala wurde zum Elektriker ausgebildet. Damit kein Neid aufkommt, wird auch der Schulbesuch einen jungen Mannes aus Café-Lompré bezahlt. „Wir wollen ihnen eine Perspektive bieten und werden sicher weitere Projekte in Haiti realisieren“, sagt Dostert. „Das Leben in Haiti ist hart. Die Menschen leben in kleinen Häuschen und betreiben Ackerbau und Viehzucht. Geld haben sie keines. Geld ist aber notwendig, um die Kinder zur Schule schicken zu können. Die Entwicklungshilfe ist daher ein Lichtblick für die Haitianer“, erzählt Dostert.

Und weiter: „Strom ist in einem Dorf sehr wichtig. Beispielsweise hat der Versammlungsraum in 
Café-Lompré, der auch für kulturelle und religiöse Feiern genutzt wird, jetzt Licht. Auch haben die Dorfbewohner uns gebeten, beim Bolzplatz eine Straßenlampe zu installieren.“

„Die Freude und die Dankbarkeit der Haitianer sind sehr groß“, sagt Dostert. „Sie wollen dann aber auch mehr. Die Maschine bringt aber nur eine beschränkte Leistung an Kilowatt. Wir können nicht jedes Haus an das Stromnetz anschließen, dazu sind wir auch nicht befugt. Wir setzen ein Zeichen, indem wir uns auf eine Gegend beschränken. Mit einem sehr kleinen Budget wollen wir ein Maximum erreichen. Arbeiten in einer Großstadt wie Port-au-Prince wären sowieso nicht möglich für uns. 
Dazu bräuchte es eine Firma.“

„In der Welt helfen,
um andere voranzubringen“

„Den Drang zu helfen, hatte ich noch immer in mir. Mein Traum ist es, in der Welt zu helfen, um andere voranzubringen“, sagt Dostert. Die Aufenthalte in Haiti haben ihn geprägt: „Als wir das erste Mal von Haiti nach Luxemburg zurückkamen bemerkten wir die Diskrepanz zwischen den beiden Ländern. Nach Haiti sieht man das Leben anders.“ Und: „Es ist eine Herausforderung dort zu helfen, wo nichts ist, wo man sich selbst beweisen muss. Wenn Felix Zenner mich damals nicht um Hilfe gebeten hätte, wäre ich wahrscheinlich nie nach Haiti gegangen. Das Risiko wäre mir zu groß gewesen. Ich habe dort meine eigenen Stärken entdeckt und zudem noch andere motiviert mitzumachen. Ja, ich habe etwas aufgebaut in Haiti“, sagt Henri Dostert mit einem gewissen Stolz.

Im Rahmen des Tages der offenen Tür am Samstag, dem 8. November, bei Creos in Roost wird das neue Projekt vorgestellt.

OTM Haiti ist eine Hilfsorganisation, die sich seit 1985 in Haiti, dem ärmsten Land des amerikanischen Kontinents engagiert um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und die benachteiligte Bevölkerung vor allem in den ländlichen Gebieten auf ihrem Weg zur Unabhängigkeit von ausländischer Unterstützung zu begleiten. Die Organisation arbeitet in den Bereichen Trinkwasserversorgung, Strom, unterstützt Handwerks- und Grundschulen und fördert die lokalen Bauern-Organisationen. Momentan baut OTM drei erdbebensichere Schulen aus Metall. Weitere Informationen und Videos über die Projekte gibt es auf

Damit die Arbeit in Haiti voran gehen kann, freut sich die ONG auf ehrenamtliche Helfer und finanzielle Unterstützung. Wer spenden möchte, kann das auf folgendes Spendenkonto : IBAN :  LU22 1111 0468 7726 0000   (CCPLLULL).

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