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Entwarnung zu "Eichenprozessionsspinner"-Raupen in Leudelingen
Die Nester des Eichenprozessionsspinners sollte man am besten meiden.

Entwarnung zu "Eichenprozessionsspinner"-Raupen in Leudelingen

Foto: Anouk Antony
Die Nester des Eichenprozessionsspinners sollte man am besten meiden.
Lokales 15.05.2019

Entwarnung zu "Eichenprozessionsspinner"-Raupen in Leudelingen

Sarah CAMES
Sarah CAMES
An einem Fahrradweg in Leudelingen wurde am Dienstag Raupen-Nester gefunden, von denen man erst dachte, es seien Eichenprozessionsspinner-Raupen.

Am Mittwochnachmittag gab die Naturverwaltung jedoch Entwarnung. Nachdem sich mit dem Förster beraten wurde, kam man zu dem Schluss, dass es sich um eine andere Raupen-Art handeln müsse, wahrscheinlich um Ringelspinner.  Die Insekten hatten sich auf einem Birnenbaum niedergelassen. Echte Eichenprozessionsspinner-Raupen lassen sich jedoch mit Vorliebe auf Eichen nieder.

Das Tierheim in Düdelingen hatte am Dienstag auf seiner Facebook-Seite ein Foto von einem Raupen-Nest geteilt, das stark denen der Eichenprozessionsspinner glich. Das Tierheim verständigte daraufhin die Gemeinde Leudelingen. Die Raupen seien auf einem Birnenbaum an einem Fahrradweg in Leudelingen entdeckt worden.

Auf Nachfrage bei der Gemeinde Leudelingen konnte morgens noch nicht eindeutig bestätigt werden, ob es sich bei dem gefundenen Raupen-Nest tatsächlich um Eichenprozessionsspinner handele. Ein Förster war gegen 10 Uhr zur Stelle, um sich das Nest anzusehen, doch es würden später noch weitere Experte zu Rate gezogen, so die Gemeinde am Morgen.

Vorsichtshalber wurden Warnschilder in der Nähe der Fundstelle aufgestellt und auch auf der Internetseite der Gemeinde wurde eine Warnung zur Sichtung veröffentlicht.

Der Eichenprozessionsspinner-Schmetterling breitet sich seit mehreren Jahren verstärkt in Luxemburg aus. Doch obwohl der Schmetterling ungefährlich ist, können die feinen weißen Brennhaare der Raupen heftige allergische Reaktionen beim Menschen hervorrufen. Außerdem schaden sie den Bäumen, auf denen sie sich niederlassen.


Insgesamt 20 Kohlmeisen-Nistkästen hängt Gilles Franck, der Betreiber des Düdelinger Kletterparks Lé'h, auf den Bäumen im Park auf. Die Kohlmeise gilt als natürlicher Feind des Eichenprozessionsspinners.
Dem Eichenprozessionsspinner an den Kragen
25 Eichen im Düdelinger Kletterpark Le'h waren vergangenen Sommer vom Eichenprozessionsspinner befallen. Dies soll nicht mehr vorkommen. Der Parkbetreiber übt aber auch Kritik an der Gemeinde.

Die feinen Härchen der Raupen können schon von leichten Luftströmungen über weite Strecken getragen werden und dringen leicht in die Haut und Schleimhäute ein, wo sie sich verhaken. Das Nesselgift kann zu gereizter und juckender Haut führen. Die Hautreaktionen können unbehandelt ein bis zwei Wochen anhalten. Auch das Einatmen der Härchen kann gesundheitsschädlich sein und führt unter anderem zu Bronchitis, Husten und Asthma.

Letztes Jahr wurden mehrere Nester der Eichenprozessionsspinner-Raupen gefunden. Betroffen waren Luxemburg-Stadt, einige Fahrradwege im Süden des Landes und der Parc Le'h in Düdelingen. Der Park musste daraufhin seine Türen schließen und entfernte 183 Raupen-Nester, ging aber pünktlich zum Wochenende des Nationalfeiertags wieder auf.  


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