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Entschädigung für Bauern und Betriebe
Lokales 15.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach den Überschwemmungen im Ernztal

Entschädigung für Bauern und Betriebe

Kleine Bäche verwandelten sich am 22. Juli in reißende Flüsse.
Nach den Überschwemmungen im Ernztal

Entschädigung für Bauern und Betriebe

Kleine Bäche verwandelten sich am 22. Juli in reißende Flüsse.
Foto: Lex Kleren
Lokales 15.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach den Überschwemmungen im Ernztal

Entschädigung für Bauern und Betriebe

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Privatleute wurden von der Regierung bisher mit 719.000 Euro für Überschwemmungsschäden entschädigt. Auch Landwirte und Unternehmer erhielten bis zum heutigen Tag 284.000 Euro. Die höchsten Ausgaben forderte jedoch die Instandsetzung der Infrastrukturen.

(dho) - Am 22. Juli 2016 kam es im und um das Ernztal zu schweren Überschwemmungen. Die Regierung versprach kurz darauf schnelle finanzielle Hilfe in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro.

In Zwischenzeit sind beim Wirtschaftsministerium zwölf Anträge von Unternehmern auf Entschädigung eingegangen.  Neun davon haben bisher eine finanzielle Hilfe oder zumindest einen Vorschuss erhalten. Die Entschädigungshöhe beläuft sich momentan auf 216.000 Euro.

22 Landwirte hatten bis zum 4. November beim Landwirtschaftsministerium eine Entschädigungen beantragt. Bisher wurden 68.950 Euro an zehn Landwirte ausgezahlt. Weitere Gutachten laufen noch.

719.000 Euro für Privatleute

Wie das "Luxemburger Wort" am 3. November berichtete, haben das Familienministerium 104 Anträge von Privatleuten erreicht. Entschädigt wurden diese bisher mit 719.000 Euro. Nur 54 Dossiers sind momentan abgeschlossen, was daran liegt, dass nicht alle Dokumente komplett waren. In anderen Fällen ist noch kein angemessenes Gutachten erstellt worden. Drei Anträge wurden abgelehnt, da es sich um einen Zweitwohnsitz handelt, für den das Familienministerium keine Entschädigung auszahlt.

Doch auch die Instandsetzung der Infrastrukturen kostet viel Geld. Der Wiederaufbau der Brücke, welche die CR357 bei "Hessemillen" über die Ernz führte, wird bis zu 900.000 Euro kosten. Des Weiteren mussten viele Straßen repariert und das Flussbett der Ernz gereinigt werden. Insgesamt belaufen sich diese Kosten auf 1,7 Millionen Euro.

Diese Zahlen gehen aus der Antwort einer parlamentarischen Anfrage der CSV-Abgeordneten Martine Hansen an das Familienministeriums hervor.


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