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Engpässe beim Grippeimpfstoff möglich
Lokales 03.07.2019

Engpässe beim Grippeimpfstoff möglich

Der saisonale Grippeimpfstoff könnte im Herbst wieder knapp werden.

Engpässe beim Grippeimpfstoff möglich

Der saisonale Grippeimpfstoff könnte im Herbst wieder knapp werden.
REUTERS
Lokales 03.07.2019

Engpässe beim Grippeimpfstoff möglich

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Weil die Zusammensetzung der Impfstoffe gegen die saisonale Grippe erst spät bekannt wurde, rechnen die Hersteller mit Problemen.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass es im kommenden Herbst zu Lieferengpässen beim Impfstoff gegen die saisonale Grippe kommen kann. Dies bestätigt Gesundheitsminister Etienne Schneider (LSAP) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage seines Parteikollegen und Abgeordneten Mars di Bartolomeo. Ursache sei die verspätete Veröffentlichung der zu produzierenden Impfstoffvarianten durch die Weltgesundheitsorganisation und die europäische Medikamentenagentur.

Weil die Produktion deswegen erst mit Verspätung erfolgen konnte, weisen die Hersteller jetzt bereits auf die Lieferengpässe auf den europäischen Markt im Herbst hin. Da Luxemburg sämtliche Impfstoffe gegen die saisonale Grippe über Belgien bezieht, wird sich dies auch auf den luxemburgischen Markt auswirken. Da es bereits im vergangenen Jahr zu kurzfristigen Lieferengpässen kam, hatte das Gesundheitsministerium sämtliche Hersteller angeschrieben und um Auskunft gebeten, was die künftige Lieferkapazität betrifft.


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Drei Hersteller interessiert

Drei Hersteller hatten daraufhin ihr Interesse bekundet, einer davon hat schriftlich bescheinigt, die Hälfte der im Vorjahr benötigten Dosen zu liefern, so Schneider. Mit zwei anderen Herstellern verhandelt das Sozialministerium zurzeit noch über die Lieferpreise und über die Rückerstattung durch die Gesundheitskasse. Die Direction de la Santé hat die Hersteller zugleich an ihre Verpflichtung erinnert, die luxemburgischen Großhändler in ausreichenden Mengen mit Impfstoffen zu versorgen.

Die Gesundheitsbehörde würde die Verhandlungen zwischen Herstellern und Verteilern unterstützend begleiten, heißt es weiter. Bereits im vergangenen Jahr kam es ab Mitte November zu ersten Lieferengpässen, Mitte Dezember waren dann sämtliche Dosen aufgebraucht. Einer der Zulieferer war trotz Zusagen kurzfristig abgesprungen. Kommerzielle Interessen und eine bewusste Verknappung des nach einer Saison nicht mehr verkäuflichen Impfstoffs wurden damals als Ursache genannt.


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