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Engpässe bei Grippeimpfstoff
Lokales 27.11.2018

Engpässe bei Grippeimpfstoff

Sowohl beim Grippeimpfstoff als auch beim Vierfachimpfstoff kam es zeitweilig zu Engpässen

Engpässe bei Grippeimpfstoff

Sowohl beim Grippeimpfstoff als auch beim Vierfachimpfstoff kam es zeitweilig zu Engpässen
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Lokales 27.11.2018

Engpässe bei Grippeimpfstoff

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Der Pharmaproduzent Mylan hat entgegen einer Abmachung keine Grippeimpfstoffe nach Luxemburg geliefert. Deswegen kann es zeitweilig zu Lieferschwierigkeiten kommen.

In den nächsten Wochen kann es immer wieder zu Lieferengpässen beim Grippeimpfstoff kommen. Die bestätigte Olivier Moes, pharmacien-inspecteur bei der Santé, dem Luxemburger Wort. Die Ursachen sind aber nicht dieselben wie jene, die zu einem Lieferengpass in Deutschland führten. Schuld ist vielmehr der Pharmahersteller Mylan, der Luxemburg sozusagen im Regen stehen gelassen hat.


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Zweiter Lieferant springt ein

„Der Hersteller Mylan hat uns im September plötzlich mitgeteilt, dass man trotz der Lieferungszusicherung aus Kostengründen auf die Produktion des Impfstoffes verzichten würde. Da uns urplötzlich rund 30 000 Dosen fehlten, gingen bei uns natürlich die Alarmlichter an.“ Der Hersteller GlaxoSmithKline ist dann eingesprungen und hat sich bereit erklärt, die fehlenden Quantitäten zu liefern. Da dies aber nur schrittweise geschehen kann, kommt es immer wieder zu kleineren Nachschubproblemen. „Wir haben zurzeit logistische Schwierigkeiten mit den Lieferungen aus Belgien. Allerdings beschränken sich die Ausfälle immer nur auf ein bis zwei Tage, dann ist der Impfstoff wieder lieferbar. Das ist zwar lästig für die Kunden, die sich in die Apotheke begeben, um den Impfstoff abzuholen. Aber ein Problem für die öffentliche Gesundheit besteht in keiner Hinsicht“.

Zeitweilige Probleme beim Vierfach-Impfstoff

Einen weiteren Engpass gab es zeitweise beim Mehrfachimpfstoff Boostrix-Polio der bei Kleinkindern als Auffrischungsschutz vor Diphterie, Tetanus, Keuchhusten und Poliomyelithis (Kinderlähmung) eingesetzt wird. Allerdings gab es Ausweichmöglichkeiten auf andere Impfstoffe. Grund für den Engpass war die Impfung zahlreicher Flüchtlinge, die bei der Ankunft in Luxemburg nicht über genügend Impfschutz verfügten. Laut Moes wird der Impfstoff eigentlich nur für die Auffrischung bei Kleinkindern eingesetzt. Nach Rücksprache mit dem Hersteller gab dieser aber auch grünes Licht für den Erstimpfschutz bei Erwachsenen. Der zeitweilige Engpass bei diesem Impfstoff konnte aber mittlerweile beseitigt werden.


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