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Energiepark weiht bisher größte Solaranlage in Consdorf ein
Lokales 2 Min. 03.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Klimafreundlicher Strom

Energiepark weiht bisher größte Solaranlage in Consdorf ein

Mehr als 300 Solarmodule produzieren umweltfreundlichen Strom. Die Mitte des Hallendaches musste aus statischen Gründen frei bleiben.
Klimafreundlicher Strom

Energiepark weiht bisher größte Solaranlage in Consdorf ein

Mehr als 300 Solarmodule produzieren umweltfreundlichen Strom. Die Mitte des Hallendaches musste aus statischen Gründen frei bleiben.
Foto: Energiepark Mëllerdall
Lokales 2 Min. 03.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Klimafreundlicher Strom

Energiepark weiht bisher größte Solaranlage in Consdorf ein

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Auf dem Dach der Consdorfer Sporthalle produzieren 300 Module Strom aus Sonnenschein. Die Genossenschaft hat noch sechs weitere Projekte geplant.

Die Bürgerkooperative Energiepark Mëllerdall kommt bei der Installation von Fotovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Dächern gut voran. Die jüngste und größte Solaranlage auf dem Dach der Sporthalle von Consdorf ist jetzt eingeweiht worden. Dort wandeln 302 Module Sonnenlicht in Elektrizität für die Einwohner um. 

Bereits Ende Juli hat der Energiepark Mëllerdall die Fotovoltaikanlage in Consdorf in Betrieb genommen. Bis zum 31. Dezember hat sie 32.000 Kilowattstunden erneuerbaren Strom im Gegenwert von 4.450 Euro produziert.  In Monaten mit hohem Sonnenstand und gutem Wetter könnte die Ausbeute noch wesentlich höher ausfallen. Wegen der Covid-Beschränkungen und der Terminplanung von Umweltministerin Carole Dieschbourg und Energieminister Claude Turmes, die beide anwesend waren, konnte die offizielle Einweihung erst jetzt stattfinden. 


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Energie für 22 Haushalte

Marc Weides, Präsident der Bürgergenossenschaft im Müllerthal, freut sich über die erfolgreiche Fertigstellung dieses bisher größten Projekts in Consdorf. Bei optimaler Besonnung speist die Anlage 99 Kilowattstunden Strom ins öffentliche Netz ein. So entspricht die Jahresleistung dem Bedarf von 22 Haushalten. „Die Mitte des Daches mussten wir aus Gründen der Statik frei lassen, um die Tragfähigkeit nicht auszureizen“, erklärt Weides. „Außerdem bleiben wir dadurch unter dem Wert von 100 Kilowattstunden, ab dem ein anderer Einspeisetarif gilt.“ 

Die Solarpanels kommen übrigens ganz aus der Nähe, nämlich von einem Hersteller im Industriepark Föhren bei Trier. „Diese Firma achtet darauf, den ökologischen Fußabdruck kleinzuhalten und nachhaltige Produkte anzubieten“, erklärt Genossenschaftspräsident Marc Weides. Die Anlage auf der Consdorfer Sporthalle hat 124.000 Euro gekostet, wobei die Gemeinde das Dach 15 Jahre lang kostenlos zur Verfügung stellt. 


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Bürger beteiligen sich mit 500.000 Euro

Das Geld stammt aus den Beteiligungen von 101 Bürgern aus den Mitgliedsgemeinden des Natur- und Geoparks Mëllerdall. Sie haben knapp 5.000 Anteile gekauft, wodurch die Kooperative über rund 500.000 Euro Eigenkapital verfügt. „Mit dieser Beteiligung waren wir sehr zufrieden“, meint Weides. Die Mitglieder erhalten jährlich eine Beteiligung an dem Ertrag aus dem erzeugten Strom. 

Bisher hat der Energiepark Mëllerdall fünf Fotovoltaikanlagen in Betrieb genommen. Neben Consdorf sind dies Anlagen auf der Kläranlage in Zittig (Gemeinde Bech), in Berdorf auf dem Dach der Kirche, in Heffingen auf dem Dach des neuen Wasserbehälters und in Echternach auf der Lagerhalle des technischen Dienstes. 


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Weil das Eigenkapital noch nicht voll investiert ist, hat sich die Genossenschaft sechs weitere Projekte vorgenommen. Die größte Anlage ist für die Halle des technischen Dienstes in Waldbillig geplant. Weitere Solaranlagen sollen in Reisdorf, Fels, Echternach, Rosport und Christnach montiert werden. 

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