Ende in Sicht: Grippewelle nicht mehr auf Höchststand
Einige Medikamente können die Symptome einer Grippe lindern.

Ende in Sicht: Grippewelle nicht mehr auf Höchststand

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Einige Medikamente können die Symptome einer Grippe lindern.
Lokales 2 Min.13.02.2018

Ende in Sicht: Grippewelle nicht mehr auf Höchststand

Diana Hoffmann
Diana Hoffmann

Ende Januar war der Höhepunkt der Grippewelle hierzulande erreicht. In den kommenden Wochen werden wohl weniger Menschen unter den Symptomen einer Grippe zu leiden haben.

(dho) - Gute Nachrichten für die, die diese Saison noch nicht von dem Grippevirus erwischt wurden. Die Chance, an Husten, Schnupfen und Co. vorbeizukommen, steigt wöchentlich. Der Höhepunkt der Grippewelle war Ende Januar bereits erreicht worden. Momentan sind die Zahlen der Neuinfektionen rückläufig. Dies geht aus den Ergebnissen einer Umfrage des Laboratoire National de Santé hervor, in der Ärzte zu ihren Patienten befragt wurden.

Bei den Proben, die dem Laboratorium in der fünften Kalenderwoche von zwölf Ärzten zugeschickt wurden, war bereits das Virus vom Typ B zu finden. Dies taucht gewöhnlich immer erst zu einem Zeitpunkt auf, an dem die Grippewelle bereits abflacht. Ein schwacher Trost für die Betroffenen, denn die Symptome sind mit unter anderem Husten, Fieber, Kopfschmerzen und Schnupfen, die gleichen wie beim Virustyp A.

Voraussichtlich bis Ende März wird die Zahl an Neuinfektionen hoch sein

85 der 562 Personen, welche in der ersten Februarwoche einen der zwölf teilnehmenden Ärzte aufgesucht haben, hatten eine Grippe. In der letzten Januarwoche waren es noch 92 Personen bei 697 Visiten. Die Woche davor waren es 70 Personen (Angaben von 13 Ärzten, 606 Visiten). Die Resultate geben Auskunft über die Tendenz des Verlaufs der Krankheit. „Es ist davon auszugehen, dass die Grippewelle Ende März auslaufen wird“, erklärt Dr. Pierre Weicherding, Leiter der Sanitärinspektion.

Wie sich das Grippevirus äußert, ist sehr unterschiedlich. Bei etwa einem Drittel der Infizierten sind die Symptome nur sehr schwach. Sie bekommen etwa einen Schnupfen, der nach drei bis vier Tagen verschwindet. Bei einem Drittel sind die Symptome mittelschwer, bei dem anderen Drittel können die Auswirkungen des Influenzavirus sehr intensiv sein und auch länger anhalten. Diese Saison wurde bisher in Luxemburg bei drei Menschen eine Grippe als Todesursache festgehalten. Gewöhnlich handelt es sich dabei jedoch um Personen, die bereits schwer erkrankt waren und aufgrund der Grippe ein paar Wochen früher starben.

Antibiotika helfen nicht gegen ein Virus

Für gesunde Menschen stellt die Erkrankung eigentlich keine Gefahr dar. Bestimmte Medikamente lindern die Symptome. Antibiotika helfen nicht gegen ein Virus. Sie werden nur dann eingesetzt, wenn es durch eine Grippe zu Spätfolgen, wie etwa einer Lungenentzündung, gekommen ist, da es sich dabei um eine bakterielle Infektion handelt.

Ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Problemen, sogenannte Risikogruppen, sollten sich impfen lassen. Bis der Impfstoff wirkt, vergehen jedoch zwei Wochen. Für eine Impfung sei es aber noch nicht zu spät, meint Dr. Pierre Weicherding. Um sich gegen eine Infektion zu schützen, hilft es, sich regelmäßig die Hände zu waschen und den Kontakt mit kranken Personen zu meiden.



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