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Elf Abschlussschüler nach Mallorca-Reise positiv getestet
Lokales 2 Min. 01.07.2021
European School

Elf Abschlussschüler nach Mallorca-Reise positiv getestet

Zwei Polizisten stehen im Einsatz vor dem Hotel in Palma de Mallorca, in dem mehr als 200 Schüler in Corona-Zwangsquarantäne gesetzt wurden.
European School

Elf Abschlussschüler nach Mallorca-Reise positiv getestet

Zwei Polizisten stehen im Einsatz vor dem Hotel in Palma de Mallorca, in dem mehr als 200 Schüler in Corona-Zwangsquarantäne gesetzt wurden.
Foto: DPA
Lokales 2 Min. 01.07.2021
European School

Elf Abschlussschüler nach Mallorca-Reise positiv getestet

Die Ferieninsel kämpft aktuell mit steigenden Infektionszahlen nach Abiturfahrten.

(TJ/SC/DPA) - An und für sich sollte es eine Belohnung für die Strapazen der Prüfungs- und Examenszeit werden. Rund 60 Studenten der Europaschule in Kirchberg hatten eine gemeinsame Woche Urlaub auf Mallorca verbracht, um dort das Ende des Schuljahres zu feiern. In mehreren Villen um Bonaire machten sie neun Tage Urlaub.

Nach der Rückkehr am Dienstag vergangener Woche entwickelten drei von ihnen Symptome, die auf eine Corona-Infektion schließen ließen, wie die Internetseite mallorca-services.es berichtet. Daraufhin sei die ganze Gruppe getestet worden. Während die mallorquinische Seite von 20 infizierten Schüler redet, bestätigte das Gesundheitsministerium am Donnerstagmorgen lediglich elf Fälle. Das Bildungsministerium sprach zuvor von neun Infektionen. Berichten zufolge seien die Studenten schwedischer, niederländischer, britischer, polnischer und portugiesischer Nationalität.

Da die Schüler die Reise auf eigene Faust organisiert haben und das Jahr abgeschlossen war, trifft die Schulleitung keine Verantwortung. Auch auf den Unterricht an der European School hatte der Vorfall laut Bildungsministerium keinen Einfluss, da die Schüler bereits in den Sommerferien waren.

Abiturfahrten als Problemfall für Mallorca

Insgesamt wurden bis Mittwoch nach Abiturfahrten von verschiedenen Abschlussjahrgängen auf die Mittelmeerinsel in ganz Spanien rund 1.700 Corona-Fälle gemeldet. Alle Infizierten - die meisten hatten die Insel vor Bekanntwerden der Massenansteckung verlassen - und auch etwa 5.000 Kontaktpersonen sind nun in Quarantäne.

Auf Mallorca wurden die betroffenen jungen Leute zunächst fast alle im Hotel „Palma Bellver“ untergebracht, das eigens für Quarantänezwecke von den Behörden angemietet wurde. Am Mittwoch wurden aber auch in Alcudia im Norden der Insel 21 Jugendliche aus Katalonien isoliert, die als Kontaktpersonen eines Infizierten gelten. Ob das Urteil auch für sie gilt, war zunächst nicht bekannt.

Proteste gegen Zwangsquarantäne


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Viele Jugendliche hatten in sozialen Medien und mit Transparenten an den Balkonen ihrer Hotelzimmer gegen die zehntägige Quarantäne protestiert. Sie sprachen von „Entführung“. Die Staatsanwaltschaft hatte die Zwangsquarantäne im Hotel zuvor als rechtswidrig bezeichnet. Die regionale Gesundheitsbehörde habe alle Schüler unter Generalverdacht gestellt, ohne von Fall zu Fall darzulegen, wie es zu einer Infektion gekommen sein könnte.

Viele der jungen Spanier steckten sich mutmaßlich auf einer Fähre zu der Insel sowie bei Partys in Hotelzimmern und an Stränden und einem Konzert in der Stierkampfarena von Palma an. Die Corona-Zahlen steigen in dem 47-Millionen-Einwohner-Land nach längerer Zeit wieder. Die 7-Tage-Inzidenz liegt wieder bei fast 58. Sorgen bereitet auch die starke Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Virus im Nachbarland Portugal.     

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