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Eklat im Gerichtssaal: Me Penning legt Mandat nieder
Lokales 12.05.2015 Aus unserem online-Archiv
Prozess um Mord in Brasilien

Eklat im Gerichtssaal: Me Penning legt Mandat nieder

Me Philippe Penning hat den Fall an eine Kollegin abgegeben.
Prozess um Mord in Brasilien

Eklat im Gerichtssaal: Me Penning legt Mandat nieder

Me Philippe Penning hat den Fall an eine Kollegin abgegeben.
Archivfoto:Gerry Huberty
Lokales 12.05.2015 Aus unserem online-Archiv
Prozess um Mord in Brasilien

Eklat im Gerichtssaal: Me Penning legt Mandat nieder

Der Prozess um den Mord an einem Luxemburger in Brasilien wird erst am 4. Juni fortgesetzt. Me Philippe Penning, der die Ehefrau des Ermordeten vertritt, hat sein Mandat abgegeben, weil er das Vertrauen in seine Klientin verloren hat.

(dhay) - Eklat im Gerichtssaal: Der Prozess um den Mord am Luxemburger Henri Z., der sich im Oktober 2011 im brasilianischen Porto Seguro zutrug, wird bis Anfang Juni ausgesetzt. Der Grund hierfür ist, dass Me Philippe Penning sein Mandat abgegeben hat und den Richter darum bat, seiner Kollegin Claudia Monti – der neuen Anwältin der angeklagten Ehefrau – Zeit zu geben, sich in das Dossier einzuarbeiten. Er erklärte seinen Schritt damit, dass er das Vertrauen in seine Klientin, in die Hauptangeklagte Brigitte D., verloren habe.

Diese hatte über drei Jahre lang an der gleichen Aussage festgehalten, um nun am vergangenen Montag ihre Version vor Gericht zu ändern. Me Penning war darauf nicht vorbereitet gewesen.

Der vorsitzende Richter Prosper Klein begrüßte jedenfalls die Tatsache, dass man der Wahrheit nun endlich ein Stückchen näher komme. Dazu beigetragen hat wohl auch das Teilgeständnis von Tania M. vom Montag.

Was bisher geschah

Der 71 Jahre alte Luxemburger Staatsbürger Henri Z. wurde am 25. Oktober 2011 in Porto Seguro, im brasilianischen Bundesstaat Bahia liegend, durch fünf Kopfschüsse getötet. Er war mit seiner aus dem Laos stammenden Ehefrau und deren besten Freundin, einer Brasilianerin, auf Hochzeitsreise.

Angeklagt sind die 62-jährige Ehefrau Brigitte D., die 54 Jahre alte Freundin Tania M. sowie deren Sohn Diego M., 30. Der junge Mann soll in Brasilien die Mörder angeheuert haben, doch die Idee zum Mord soll von einer der beiden - oder beiden - Frauen stammen. Die Ehefrau ist auf jeden Fall als einzige Erbin des Vermögens von Henri Z. eingetragen.

Bis Montag verneinten beide Angeklagte jegliche Teilnahme am Mord. Doch dann kam die Wendung: Tania M. sagte aus, dass Brigitte D. den Tod ihres Mannes zu verantworten habe. Letztere jedoch schob ihr die Schuld zu.


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12.03.10 justice tribunal, cite judiciaire gericht  saal,  photo: Marc Wilwert
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