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Eisberg am Straßenrand
Lokales 03.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Polizei Trier testet neuartige Radarfalle

Eisberg am Straßenrand

Der Anhänger wird am Straßenrand geparkt und überrascht die Autofahrer durch seine ungewöhnliche Form.
Polizei Trier testet neuartige Radarfalle

Eisberg am Straßenrand

Der Anhänger wird am Straßenrand geparkt und überrascht die Autofahrer durch seine ungewöhnliche Form.
Foto: Polizeipräsidium Trier
Lokales 03.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Polizei Trier testet neuartige Radarfalle

Eisberg am Straßenrand

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Seit einigen Tagen begrüßt ein ungewöhnliches Fahrzeug die Autofahrer nahe der deutsch-luxemburgischen Grenze. Mit dem weißen, bizarr geformten Anhänger am Straßenrand führt die Polizei Trier Radarmessungen durch.

(vb) – Seit einigen Tagen begrüßt ein ungewöhnliches Fahrzeug die Autofahrer nahe der deutsch-luxemburgischen Grenze. Mit dem weißen, bizarr geformten Anhänger am Straßenrand führt die Polizei Trier Radarmessungen durch.

Wer in den letzten Tagen auf der Trierer Autobahn und der deutschen A 64 in Richtung Trier unterwegs war, hat das merkwürdige Objekt vielleicht schon gesehen: Der schmale, nach vorne spitz zulaufende Anhänger in Form eines Eisbergs. Am Straßenrand begrüßt er Autofahrer und macht Fotos von Verkehrsteilnehmern, die zu schnell unterwegs sind.

Unter der Klappe, die im Betrieb verschlossen ist, verbirgt sich die Technik.
Unter der Klappe, die im Betrieb verschlossen ist, verbirgt sich die Technik.
Foto:Polizeipräsidium Trier

Die mobile Radaranlage heißt im Fachjargon „Enforcement Trailer“. Zwei dieser Anhänger hat das Polizeipräsidium Trier bestellt, eines davon ist bereits geliefert und seit einigen Tagen im Testeinsatz. Die Herstellerfirma Vitronic hat auch an die Gefahr von mutwilliger Beschädigung und Diebstahl gedacht: Der Anhänger ist mit einer leistungsfähigen Alarmanlage ausgestattet und löst bei der zuständigen Polizeiwache sofort Alarm aus, wenn sich wütende Autofahrer an dem Gerät zu schaffen machen.

Schon so manchen Verkehrsteilnehmern hat das Gerät schon fotografiert. „Testeinsatz“ bedeutet übrigens nicht, dass die Strafzettel nicht verschickt werden. Die Raser müssen auf jeden Fall bezahlen, betont die Polizei – nach dem Motto „geblitzt ist geblitzt“.

Der "Enforcement Trailer" hat für die Polizei gleich zwei Vorteile: Er funktioniert ohne jegliches Personal und lässt sich alle paar Tage an einen neuen Standort verschieben. Damit bleibt der Überraschungseffekt auf lange Zeit gesichert.

Auch in Speyer steht ein solcher Blitzer. Hier nützten jedoch alle Vorrichtungen gegen Vandalismus nichts. Der Anhänger war in Brand geraten. Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.


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