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Einwohner und Staatsangehörige im Ausland zur Rückkehr aufgerufen
Lokales 17.03.2020

Einwohner und Staatsangehörige im Ausland zur Rückkehr aufgerufen

Über den Flughafen Findel kann man noch nach Luxemburg kommen.

Einwohner und Staatsangehörige im Ausland zur Rückkehr aufgerufen

Über den Flughafen Findel kann man noch nach Luxemburg kommen.
Foto: Anouk Antony
Lokales 17.03.2020

Einwohner und Staatsangehörige im Ausland zur Rückkehr aufgerufen

Die Zeit drängt: Immer mehr Länder schließen derzeit ihre Grenzen oder schränken den grenzüberschreitenden Verkehr erheblich ein. Wer seine Rückreise nach Luxemburg noch nicht angetreten ist, sollte dies möglichst bald tun.

(SC/dpa) - Wer sich aktuell im Ausland aufhält, zum Beispiel noch in Urlaub ist oder im Ausland studiert, sollte über die Möglichkeit einer baldigen Rückkehr nachdenken.

Eine Heimreise nach Luxemburg könnte unter Umständen in naher Zukunft nicht mehr möglich sein, so das Außenministerium am Dienstagnachmittag in einer Mitteilung. "Transportmöglichkeiten nehmen zunehmend ab, während immer mehr Länder Reiseeinschränkungen einführen."


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Das Außenministerium rät Einwohnern und luxemburgischen Staatsangehörigen im Ausland, sich bei ihrer Reisegesellschaft oder ihrem Fluganbieter nach Rückflügen nach Europa oder Luxemburg zu erkundigen. Dies gilt für allem für Personen, die sich außerhalb des Schengenraums aufhalten. Bei Bedarf könne man sich auch an die luxemburgische Botschaft in dem jeweiligen Land wenden oder das Außenministerium direkt kontaktieren. Die luxemburgischen Grenzen bleiben für Rückkehrer offen. 

Deutschland will Rückholflüge starten

Der deutsche Bundesaußenminister Heiko Maas rechnet mit 30 bis 40 Rückholflügen für Urlauber, die wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandet sind. "Es ist eine unglaublich große Aktion, die aber auch nötig ist", sagte Maas am Dienstag in einem "Bild"-Interview. "Faktisch hat das tatsächlich jetzt mit einer Luftbrücke zu tun, ohne dass das an historische Vergleiche anknüpfen soll."


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Maas hatte am Morgen angekündigt, dass die deutsche Bundesregierung 50 Millionen Euro für Sonderflüge zur Verfügung stellt, um Reisende zurückzuholen. In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Länder wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Da Deutschland inzwischen zu den Hauptrisikoländern gehört, sind deutsche Reisende besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

Maas sagte, wer die Rückhoflüge in Anspruch nehme, müsse sich auch finanziell beteiligen. Es ist aber noch nicht klar, was die Tickets kosten sollen. "Das stellen wir jetzt mal zurück", sagte der Minister. Die Flüge sollen vor allem von Lufthansa durchgeführt werden, aber auch von Condor und TUI. Nach den Worten von Maas geht es zunächst um Reisende in Marokko, der Dominikanischen Republik, Ägypten, Argentinien, Südafrika, von den Philippinen und den Malediven.

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