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Einsendeschluss ist der 30. September
Lokales 24.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Letzte Möglichkeit für Überschwemmungsopfer des Ernztals

Einsendeschluss ist der 30. September

Auch nach zwei Monaten schockieren die Bilder der Überschwemmung. Hier in Ermsdorf.
Letzte Möglichkeit für Überschwemmungsopfer des Ernztals

Einsendeschluss ist der 30. September

Auch nach zwei Monaten schockieren die Bilder der Überschwemmung. Hier in Ermsdorf.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 24.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Letzte Möglichkeit für Überschwemmungsopfer des Ernztals

Einsendeschluss ist der 30. September

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Nur noch bis zum 30. September können die Opfer der Flutkatastrophe im Ernztal ihre Anträge auf staatliche Unterstützung einreichen. Bisher sind 78 Anfragen beim Familienministerium eingegangen. Noch nicht alle wurden entschädigt.

(dho) - Vor fast genau zwei Monaten wurden die Bewohner des Ernztals von heftigen Überschwemmungen infolge einer Sturzflut heimgesucht. Schätzungen des Sozialamts in Fels zufolge haben etwa 250 Menschen an diesem Tag einen finanziellen Schaden erlitten. Einige leiden bis heute an den Folgen. Die Renovierung vieler Häuser ist noch nicht abgeschlossen.

16 Personen entschädigt

Die Anträge auf staatliche Unterstützung gingen jedoch nur langsam beim Familienministerium ein. Bis vergangene Woche wurden 78 Anfragen auf Unterstützung beim zuständigen Ministerium eingereicht. 16 Personen wurden bisher entschädigt. Zwei Personen haben einen Vorschuss gewährt bekommen. Im vergangenen Monat sind also zehn weitere Formulare eingereicht und neun zusätzliche Personen entschädigt worden.

Die Verantwortlichen können sich nur schwer erklären, wieso insgesamt nur so wenige Formulare eingereicht worden sind. Isabelle Klein vom Familienministerium mutmaßt, dass es an den sprachlichen Barrieren liege könnte. Robert Hamus vom Sozialamt in Fels geht davon aus, dass einige sich vielleicht nicht trauen, ihre Formulare einzureichen, da sie keine gültige Versicherung vorzeigen konnten. Doch mittlerweile seien auch vereinzelt Anträge ohne Versicherung eingereicht worden, sagt Isabelle Klein.

Noch bis zum 30. September können die Betroffenen ihre Anträge einreichen. „Das heißt jedoch nicht, dass das eingereichte Dossier komplett sein muss“, betont Isabelle Klein. Falls noch Gutachten oder andere Papiere fehlen würden, könnten diese selbstverständlich auch nach Ablauf der Frist nachgereicht werden.

Beilagen des Formulars

Falls vorhanden sollen dem Formular Fotos der Schäden beigelegt werden, aber auch Kopien der Lohn-, Gehalts- oder Rentenbelege, eine Kopie der Steuerabrechnung 2015 oder einer Bescheinigung der Steuerbefreiung vom 
zuständigen Steueramt, bezahlte Rechnungsbelege (gegebenenfalls : Belege über Unterhaltszahlungen und Bescheid der Versicherungsgesellschaft).

In dem Formular des Familienministeriums steht vermerkt, dass die Hilfe erst überwiesen werden könne, wenn bezahlte Rechnungen über Instandsetzungen und Anschaffungen vorliegen. Die Anträge können direkt beim Ministerium für Familie und Integration, L- 2919 Luxemburg, eingereicht werden oder per Mail an secretariatsolidarite@fm.etat.lu
oder per Fax an die Nummer 
26 20 37 54


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