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Einsatz in Krisenzeiten
Lokales 13 3 Min. 15.11.2021
Luxemburger Armee

Einsatz in Krisenzeiten

Die Luxemburger Armee feiert ihren Schutzpatron.
Luxemburger Armee

Einsatz in Krisenzeiten

Die Luxemburger Armee feiert ihren Schutzpatron.
Fotos: Nico Muller
Lokales 13 3 Min. 15.11.2021
Luxemburger Armee

Einsatz in Krisenzeiten

Nico MULLER
Nico MULLER
Bei der Feier zu Ehren des Sankt Martin, dem Schutzpatron der Soldaten, blickt die Armeeführung auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Die Corona-Pandemie machte es in der rezenten Vergangenheit der Luxemburger Armee nicht leicht, ihren vielfältigen nationalen und internationalen Aufgaben nachzukommen. In diesem Jahr kam auch noch eine Naturkatastrophe dazu, die die Armee zusätzlich forderte. 

Im Rahmen der Feierstunde zu Ehren des heiligen Martin, dem Schutzpatron, zeigte man sich allseits zufrieden, mit dem was die Armee in diesem Jahr geleistet hat. Die Feier fand auf dem Unabhängigkeitsplatz im militärischen Zentrum Herrenberg in Diekirch statt. 

Im Katastropheneinsatz 

Dabei hoben sowohl Armee-Aumonier Nico Wenner und Verteidigungsminister François Bausch als auch Herrenberg-Kommandant Yves Kalmes die Wichtigkeit der Impfung gegen das Corona-Virus hervor. Dies, um jederzeit und erst recht in Krisenzeiten oder Katastrophenfällen, einsatzfähig zu bleiben, so Yves Kalmes. Das Impfen sei ein Akt der Solidarität. Das Land müsse sich auf seine Armee verlassen können. 

Im Juli haben die Soldaten bewiesen, dass dies der Fall ist. Damals waren sie bei der Überschwemmungskatastrophe hierzulande und auch im deutschen Ahrweiler im Einsatz. Nicht weniger als 300 Armeeangehörige seien dabei an Planungs- und Hilfsarbeiten vor Ort beteiligt gewesen. 

Die beiden vergangenen Jahre seien bei der Armee von der Pandemie und der Begleitung der Impfkampagne geprägt gewesen. Dabei seien zwischen 65 und 160 Armeemitglieder in den festen und den mobilen Impfzentren sowie beim Contact-Tracing im Einsatz gewesen. Man habe auch sehr viel Wertschätzung aus der Bevölkerung erfahren. In dem Zusammenhang dankte Yves Kalmes allen Einsatzkräften für ihr vorbildliches Handeln und rief dazu auf, dies auch weiterhin zu tun. 

Mit Blick in die Zukunft zeigte sich der Herrenberg-Kommandant zuversichtlich, dass man die Rekrutierungsprobleme, die besonders 2018 und 2019 zutage getreten waren, wird beheben können. So sei zum Beispiel ein „Comité des femmes“ ins Leben gerufen worden, das Vorschläge unterbreiten soll, um die Attraktivität der Armee für Frauen zu steigern. Des Weiteren habe man ein neues Rekrutierungssystem erarbeitet. Von diesem erhofft man sich, dass die Zahl der Kandidaten merklich steigt, ohne die Standardkriterien herunterzusetzen zu müssen. 

Warme Dankesworte an die Soldaten

François Bausch richtete seinerseits warme Dankesworte an die Armeeverantwortlichen, aber auch an die Soldaten und Soldatinnen, die besonders in letzter Zeit unter erschwerten Bedingungen wichtige Arbeit zum Wohl der Bevölkerung geleistet haben. 

Er erwähnte dabei unter Anderem die tatkräftige Hilfe bei den Überschwemmungen im Juli, aber auch die Bereitstellung von Personal, das dafür sorgte, dass die Impfzentren optimal funktionieren konnten. Das alles habe bei der Bevölkerung ein sehr positives Bild der Luxemburger Streitkräfte gezeichnet. Die Armee könne denn auch weiterhin auf die bestmögliche Unterstützung der Regierung zählen, um für die sicherlich nicht kleiner werdenden Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. 

Bereit für die Zukunft 

Bausch erinnerte ebenfalls daran, dass das letzte Afghanistan-Kontingent im Mai zurückkehrte. Seit 2003 seien dort insgesamt 333 Soldaten im Einsatz gewesen. Auch wenn keine Luxemburger Soldaten mehr nach Afghanistan geschickt werden, bedeute das nicht, dass die internationalen Verpflichtungen bei EU, UNO und NATO geringer würden. „Wir sind dazu bereit“, so François Bausch. 


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In seiner Ansprache stellte Nico Wenner die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt. Die Glaubwürdigkeit werde dabei auf die Probe gestellt. Es sei wichtig, die Gefahren für die Menschheit zu erkennen und die noch vorhandene Chance zu nutzen, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ganz nach dem Vorbild des heiligen Martin, der das Problem des Mannes am Straßenrand erkannt hat und ihm einen Teil seines Mantels überlassen hat. 

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